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Montag, 22. Juli 2013

Meine Makro-Saison hat begonnen

Hallo Freunde!

Meine Sommerpause ist vorbei und ich melde mich zurück mit meinen ersten Makroversuchen dieses Jahr.
Ich war schon ein paar Mal mit meinem 60er Makro für die Oly-mFT unterwegs, aber es ergab sich nichts wirklich tolles. Nun war ich heute mit D700, 105er Makro und 2xTK unterwegs und habe mich ein wenig warm geschossen. Es sind keine extremen Makros geworden, also kein 1:1, wohl eher so 1:4, aber für aus der Hand und ohne Alles bin ich schon ganz zufrieden. Ein wenig Kontext finde ich bei Insektenmakros auch immer ganz nett und um die geht es jetzt hier. Keine Angst, sind keine Mörderspinnen oder andere "ecklige" Tierchen ;)

Moderates Makro mit AF-S 105/2.8 und 2-fach Telekonverter

Ich war vor allem gespannt, ob das 105er Nikkor Makro mit dem neuem 2-fach Telekonverter anständig zusammenarbeit. Ich glaube, dass tut es! Nach dem meine Erfahrungen mit dem Teil am 70-200 (neue Version) schon sehr positiv waren und ich somit meine kritische Haltung gegenüber TKs > 1.5 abgelegt hatte, war dieser Test ohnehin überfällig.


Der AF-C stottert bei kurzen Entfernungen ein wenig, aber das macht er ohne TK beim Nikkor 105er ohnehin ganz gerne. Die Trefferquote, aus der Hand, kein Blitz, war erstaunlich gut.


Die Schärfentiefe ist, wenn man sich auch nur auf 1:1 nähert, sehr gering. Hier sind Systeme mit kleinerem Sensor klar im Vorteil.


Wenn man die Schärfeebene plan zum Motiv bringen kann, erhält man eine durchgehend scharfe Abbildung, nur nicht immer eine besonders spannende.


Wenn man mehrere Dinge gleichzeitig im Fokus haben will, muss man solange den Standpunkt und Winkel verändern, bis man die Motivteile in einer Ebene hat. Zudrehen der Blende hilft hier nur bedingt, da man meistens ohnehin bei f8 bis f16 ist und meistens geht nicht mehr und reicht trotzdem nicht aus.


Bei ganz kleinen Motiven, wie hier, muss man entweder sehr nah heran (fiel heute aus wegen, siehe oben) oder aber man nutzt die Auflösung des Sensors aus, schneidet also im Nachhinein den Bereich entsprechend aus. Hier wäre noch ein wenig mehr gegangen, aber man verkleinert so natürlich die mögliche Ausgabegröße, da einem schlicht die Pixel fehlen oder Bildfehler zu stark zum Tragen kommen.


Ich finde, manchmal muss man gar nicht extrem nah heran, damit ein Makro interessant ist. Manchmal tut es auch einfach ein Farbkontrast oder eine Struktur oder was auch sonst eine Rolle bei Fotos spielt.


Zum Abschluss noch mal ein Bild, was ich gestern mit einem alten AF-D 180er Tele gemacht habe. Damit kann man eigentlich keine Makros machen, da man aufgrund der Fokusnahgrenze nicht mal ansatzweise in den Bereich von 1:1 kommt. Aber entsprechend ausgeschnitten, gute Aufnahme vorausgesetzt, kann man damit zumindest nette Bilder von Kleingetier und Pflanzen machen.

Okay, das soll es erstmal für heute gewesen sein. Womit sich mein nächster Beitrag beschäftigt, weiß ich noch nicht genau. Es liegen noch sehr, sehr viele Bilder unbearbeitet und unbewertet auf meiner Festplatte und ich muss das erstmal alles aufarbeiten. Wobei es mir bei dem aktuellen Wetter ein wenig schwer fällt, da der Drang weitere Bilder zu machen eigentlich übermächtig ist ;)

Danke und viele Grüße,
Gordon




Dienstag, 25. Juni 2013

14 mm - Aufnahmen bei vierzehn Millimeter

Lightroom bietet eine sehr leistungsfähige Filterfunktion, bei der man unter anderem auch nach Objektiven und sogar nach Brennweiten filtern kann. Vorhin ergab es sich, dass ich mal alle Bilder die mit dem AF-S 14-24 bei 14 mm gemacht wurden, sehen wollte. Gemacht habe ich mit dem Objektiv an der Nikon D700 viele Bilder, nur ging es mir hier rein um die Brennweite von 14 mm, die schon sehr extrem an einer Kleinbildkamera ist. Gefunden habe viele Bilder mit dem typischen Superweitwinkeleffekt, aber auch einige, wo man diesen Effekt weniger oder gar nicht sieht.

für mich typische Aufnahme mit 14 mm Brennweite

Am häufigsten verwende ich 14 mm oder vergleichbar weite Brennweiten bei Landschafts- und Architekturaufnahmen, wo ich viel auf dem Bild haben will und mich der Verzeichnung nicht nur nicht stört, sondern wo ich sie sogar haben möchte. Stürzende Linien lassen sich nachher am Rechner nur noch dann wieder halbwegs korrigieren, wenn man genügend Platz auf dem Bild gelassen hat, damit die dadurch verschwindenen Randbereiche nicht stören. Der typische Effekt des unnatürlich langgestreckten Raumes lässt sich allerdings nicht korrigieren. Dieser Effekt ist aber gerade das Reizvolle für mich.

Innenaufnahme bei kurzem Motivabstand mit 14 mm Brennweite

In Innenräumen kann man sehr viel in den Frame bekommen.  Allerdings erscheinen die Proportionen falsch und vermitteln so einen Eindruck von teilweise grotesk großen Räumlichkeiten. Ein Effekt den geschickte Makler gerne bei Ihren Exposé-Bildern einsetzen. Da erscheint dann das 1 x 2 Meter große Klo wie das Badezimmer einer Luxus-5-Sterne-Suite im Hilton ;)


Diese Seilbahngondel war eher winzig, wirkt aber bei 14 mm sehr ausladend und geräumig.


Lange Belichtungszeit aus der Hand (1/20 Sek.)

Ein großer Vorteil dieser Brennweite ist die Möglichkeit lange Belichtungszeiten aus der Hand fotografieren zu können. Die "Verwacklungsformel" hat als dominierende Größe die Brennweite. Bei 14 mm reicht wie hier eine Belichtungszeit von einer 1/20 schon aus, damit statische Motivteile nicht unscharf werden.  Hier war es allerdings doch mehr Glück und viele Versuche waren notwendig, da diese Schmalspurbahn im Harz schon ziemlich am wackeln war, trotz gemütlichen 40 km/h.


Das war übrigens die Lok. Hier streckt die Brennweite die Länge und lässt die Front mächtiger erscheinen.


Autofahren pur - Ausflug auf Bali
Bei engen Innenräumen hat man meistens gar keine andere Wahl als ein Superweitwinkel. Hier sieht man eine Szene von einem Siteseeing auf Bali. Linksverkehr, Gurtpflicht ist wohl nicht vorhanden, bzw. interessiert niemanden und Ampeln und andere Verkehrszeichen werden eher als nette Stadtverschönerungen wahrgenommen ;) Aber man braucht sich keine Sorgen zu machen, die Götter und Geister sorgen dafür, dass nichts passiert.



Obwohl man die Perspektivischen Verzeichnungen am Rechner korrigieren kann, hat das seine Grenzen. Hier war es mir nicht möglich Lok und weit dahinter liegende Gebäude und Container gerade auszurichten. Man kippt damit entweder die Lok oder den Hintergrund so sehr, dass es in jedem Fall falsch aussieht. Also habe ich es hier bei der Lok belassen, die das Hauptmotiv darstellt.


Cochem an der Mosel
Bei weitläufigen Landschaften, wo der Vordergrund neutral oder sehr weit weg ist, bemerkt man die Effekte des Weitwinkels kaum. Man kann also solche Landschaftsaufnahmen sehr gut mit dieser extremen Brennweite machen. Allerdings muss das Motiv auch entsprechend sein. Sehr schnell erzeugt mal langweilge Einöden mit winzigen Fixpunkten für das Auge. Solche Bilder sollten sehr groß  gezeigt werden, da sie erst so ihren Reiz entfallten.

Pellworm
Eine besondere Herausforderung ist auch immer das Ausrichten des Horizont. Hier zusätzlich erschwert durch das Ungleichgewicht auf der linken Seite, wo der schräg zulaufende Deich visuell nach unten zieht. Wolken bekommen sehr leicht eine Dynamik und es entwickelt sich eine Art von Tunneleffekt.

Schleusenanlage in Bremen an der Weser

Die Streckung der Tiefe wirkt auch hier sehr stark. Dieser Teil einer Schleusenanlage in Bremen wirkt auf dem Bild mehrere hundert Meter lang, was er natürlich nicht ist. Der Abstand zwischen den Laternen beträgt geratenen 10-15 Meter.

Wilde Wolkenformationen, Wiese an der Weser in Bremen
Gerade bei spannenden Wolkenformationen machen mir die 14 mm Spaß.

Pellworm
Eigentlich braucht man für spannende Weitwinkelaufnahmen oft irgendwas im Vordergrund. Falls da aber nicht wirklich was ist, kann man auch einen etwas tieferen Standpunkt wählen, finde ich.

Das waren jetzt alles Aufnahmen bei 14 mm vom AF-S 14-24/2.8. Die größte Anzahl an Aufnahmen mit diesem Objektiv, habe ich aber bei mehr als 14 mm gemacht. Ich weiß jetzt keinen exakten Durchschnittswert, aber ich schätze mal so um die 20 mm. Vierzehn Millimeter sind also schon sehr speziell und ich würde mir niemals ein Superweitwinkel in diesem Bereich als Festbrennweite für eine Kleinbildkamera kaufen. Jeder Millimeter weiter Richtung Weitwinkel wirkt sich weit dramatischer auf den Bildinhalt und die -Wirkung aus, als ein paar Millimeter im Standard- oder viele Millimeter im Telebereich.

Danke für's Lesen und Schauen,

Gordon

Freitag, 24. Mai 2013

Vatertag in Hamburg

Dieses Jahr ging es anlässlich Christi Himmelfahrt aka Vatertag nach Hamburg zum Hafengeburtstag. Viel mitbekommen haben wir von dem eigentlichen Treiben auf dem Wasser allerdings nicht ;)

"Zwei stehen noch"
Um den Bereich der Landungsbrücken war einiges an Buden aufgebaut, so dass es ein wenig wirkte wie ein Jahrmarkt. Allerdings taugte das für mich nicht so sonderlich als Motiv...den besten Jahrmarkt der Welt, den Bremer Freimarkt, habe ich ja direkt vor der Tür ;) 


Stattdessen habe ich einfach so geknipst, was mir interessant erschien.



"Die erste Runde geht auf mich!"

Bierknappheit war jedenfalls nicht zu befürchten. Schon mal eine wichtige Voraussetzung für das Gelingen eines anständigen Vatertages.


Das Wetter war leider nicht sonderlich toll. Tagsüber bedeckt und grau in grau. Erst am Abend brach die Sonne durch die dunstige Luft, was ein etwas moderiges Licht verursacht hat, fast wie Smog.


Hat man mit der Sonne fotografiert, gab es etwas bessere Lichtstimmung, aber auch hier sieht man den Dunst in der Entfernung noch.


Diese und das folgende Bild sind übrigens aus einer Drehleiter mit Korb der Feuerwehr entstanden.


Hier habe ich mich ein einem Freihand-Panorama versucht. Nicht so ganz einfach in der Höhe, in einem kleinen Korb.


Wieder heil auf der Erde angekommen, habe ich noch ein wenig den etwas mauen Sonnenuntergang mitgenommen.


Wein geht natürlich auch. Ich bin aber mehr für Bier.


Ach ja, da gab es natürlich auch noch die Schiffe. Viel habe ich davon nicht gesehen. Leider auch nicht die Parade.


Am Abend ging es dann wieder zurück nach Bremen. Denke es war ein guter Vatertag. Nichts Weltbewegendes, aber nett. Bei etwas besserem Licht und mehr Wärme, wäre aber bestimmt mehr gegangen...auch fotografisch ;)

Danke,
Gordon

Mittwoch, 22. Mai 2013

Olympus E-PL5 - Blitzbastelei auf niedrigstem Niveau

Heute mal was ganz ... praktisches ;)

Wer eine der kleinen Olympus Systemkameras sein Eigen nennt, kennt sicherlich den ziemlich nutzlosen kleinen Blitz, den man der Packung beigelegt hat. Gut, man kann mit ihm wireless blitzen, aber als Lichtquelle taugt er nicht mehr als die Miniblitze in einer Kompaktkamera für 99 €.
Oder vielleicht doch?
Das Hauptproblem: man kann und muss ihn zwar aufklappen, aber er lässt sich nur auf 0 Grad Abstrahlwinkel bringen, sprich er blitzt stumpf nach vorne, anstatt noch eine zweite oder dritte Stellung zu erlauben, mit der man indirekt blitzen könnte.

Hier nun meine super billige DIY-Anleitung der Marke "Kann jeder und überall machen".

Was man braucht:
einen Klebezettel, z.B. PostIt, am besten in Weiß oder ein Stück Papier oder Pappe (Visitenkarte) und Klebestreifen

Wie man es macht:
einfach den Zettel oder die Pappe unter den aufgeklappten Blitz kleben (45 Grad zur Blitzlichtrichtung). Wie genau seht ihr weiter unten.

Wie es funktioniert:
das Licht wird 90 Grad reflektiert und landet somit direkt an der Decke, von wo es dann wieder auf das Motiv reflektiert wird.

Was es bringt:
weit weniger Schlagschatten und Käsegesichter, halt eine halbwegs schöne Ausleuchtung, wie man es auch mit einem teuren Systemblitz bekommt.

Negativbeispiel: Ohne Reflektor:


Das sieht nach typischer Kompaktkameraaufnahme aus! Direkt in die Augen geblitzt. Das Ergebnis: Schlagschatten, abgesoffener Hintergrund, heftige Reflektionen (die Damen freuen sich über glänzende Nasen auf Bildern besonders ;) ) und alles wirkt flach und kalt. Totgeblitzt nennt man sowas auch gerne.

Nun ein Bild von der Kamera mit Blitz und angebrachtem Reflektor (hier kleines weißes PostIt):


Man sieht den aufgeklappten Blitz. Das Licht würde allerdings direkt nach vorne abgestrahlt werden. Hier kommt nun das Stück Papier als Reflektor ins Spiel. Wenn man es sich mal aufmalt, erkennt man den 45-Grad-Winkel. Daraus resultiert dann ein Abstrahlwinkel von 90 Grad, sprich gerade nach oben...mehr oder weniger. Natürlich geht auch einiges an Licht durch das Papier. Mit Pappe schon fast nichts mehr und wenn man eine kleine Metallplatte nimmt, wird natürlich nichts mehr durchgelassen, wie wir unten sehen werden. Die Faltkanten sind nur zur Verstärkung und damit man ein wenig mit dem Winkel spielen kann; viel geht da nicht.

Hier nun das gleiche Motiv mit dem Reflektor:

Quasi keine Schlagschatten mehr, harmonisch ausgeleuchtet. Sogar Glanzpunkte in den Augen durch das semitransparente Papier...was will man mehr? Besser geht das mit einem 300 € Systemblitz auch nicht. Jedenfalls nicht viel besser, wenn man Leistung und variable Kopfstellung mal außer Acht lässt.

Hier nun mit Tageslicht von links, also rein als Aufhellblitz verwendet:


Das sieht natürlich noch mal viel besser aus. Wenn man nur ein Blitzlicht als Lichtquelle zur Verfügung hat, sollte man ohnehin immer versuchen den Blitz aus der optischen Achse zu bekommen, also entfesselt (wireless) und dann den Blitz links oder rechts versetzt zum Motiv. So erhält man viel mehr Tiefe und natürlich wirkende Schatten. Das kann diese Bastelarbeit natürlich nicht leisten.


Auch sowas wie Farbfilter lassen sie realisieren. Hier habe ich ein klassisches gelbes PostIt verwendet. Wirkt hier reichlich merkwürdig, aber bei Kunstlicht oder für die Kerzenscheinstimmung kann man damit was anfangen. Gelb und grün sind die am meisten verwendeten Farbfilter für Blitze. Papier und Pappe findet man aber ja in allen möglichen Farben. Ob die Wirkung wirklich vergleichbar mit den transparenten Filtern ist, weiß ich nicht...einfach mal ausprobieren.

Die Beispiele oben waren immer mit durchscheinendem Papier, so dass eine gewissenMenge des Lichtes direkt auf das Motiv geworfen wurde. Verwendet man aber Pappe oder wie im folgenden Beispiel den Deckel einer Metalldose, den ich einfach mit der Hand festgehalten habe, wird alles Licht über die Decke reflektiert und das sieht dann so aus:


Es gibt also schon eine Menge an Variationsmöglichkeiten. Wer Lust auf mehr hat, kann z.B. ein oder mehrere Löcher in die Pappe schneiden, so dass Spitzlichter und Muster entstehen oder man versucht mal verschiedene Materialien zu kombinieren.

Noch ein Warnhinweis: nicht auf den Reflektor schauen! Das Licht geht nicht vollständig gegen die Decke, so dass man als Fotograf geblendet wird! Man müsste sich also für einen Dauereinsatz einen Schutz basteln, damit man nicht direkt auf die Reflektorfläche schauen kann. Ist eben nur ein Prototyp ;)

Ich Hoffe meine Idee kann jemand gebrauchen. Vielleicht ja beim nächsten Spontan-Shooting, wo man natürlich mal wieder keinen anständigen Systemblitz dabei hat.


Grüße,
Gordon



Mittwoch, 15. Mai 2013

Rundgang durch den Zoo

Zoo ist ja nicht jedermanns Sache und echte Tierfotografen werden sich vielleicht gelangweilt oder sogar unangehm berührt abwenden. Aber für die meisten ist der Zoo die einzige Chance auch mal etwas anderes als den Spatz auf dem Dach oder die Katze auf dem Sofa vor die Linse zu kriegen.
Ich will hier auch keine Diskussion über zoologische Einrichtungen beginnen. Ich denke moderne Zoos sind schon eine sinnvolle Einrichtung, auch für die Tiere und deren Schutz/Erhalt.

Ich habe aufgrund der unstetigen Wetterlage meine gute alte Nikon mit 70-200 und Telekonverter genommen und nicht die von der reinen Brennweite her überlegene Olympus mit 100-300 mm Telezoom (was effektiv 600 mm an Kleinbild entsprochen hätte; statt 280 mm die ich so mit TK zur Verfügung hatte).


Terrarien oder Aquarien sind immer eine Herausforderung beim Fotografieren. Reflektierendes Glas, Kunstlicht und meistens sehr wenig Licht und natürlich Blitzverbot. Hier habe ich das Sigma 35/1.4 verwendet, weil es für das Tele einfach zu knapp war (musste an die Scheiben heran, um die Reflektionen zu minimieren und auch das Licht war sehr gering, so dass f2.8 mir zu kritisch erschien).





Die Riesenaquarien sind natürlich besonders beeindruckend.



Wieder im Tageslicht, waren die Elefanten natürlich der Hingucker und damit auch ein gutes Motiv.



Das sieht man auch nicht alle Tage: das Tier hat eine Spritze im Hinterteil. Entweder war es ein mit dem Blasrohr oder dem Gewehr verabreichtes Betäubungsmittel oder einfach eine wichtige Medizin. Ich vermute ein Betäubungsmittel (man achte auf die Augen). Möglicherweise musste das Tier operiert werden.



Verdammt! Nun habe ich den Namen doch wieder vergessen!



Die "Affenkuppel" mit Orang-Utans ist natürlich ein Highlight in dem Zoo. Die intelligenten Tiere bekommen Spielzeug gegen die Langeweile. Ihnen reichen Futterspielereien nicht aus. Da tun es anscheinend schon einfache Sachen...kennt man ja von kleinen Kindern, die teilweise mehr und besser mit dem Karton des Geschenks spielen, als mit dem Spielzeug selber :) Hier ist es ein einfaches Stück Packpapier, welches verschiedenartig von ihnen verwendet wird.


Ich denke hier kann man schon Stunden verbringen. Ich hatte nur 4 Minuten und 23 Sekunden ;) 



Dieser Zoo ist dafür bekannt, dass er als erster Zoo die Tiere nicht hinter Gitter gesperrt hat, sondern Gehege angelegt hat, wo die Tiere nur durch Gräben und flachen Mauern der Flucht gehindert werden. Das geht aber natürlich nicht bei allen Tieren. Bei Vögeln ist mir das klar, aber auch manche Katzenarten waren schon hinter Maschendraht. Das ist natürlich für das Fotografieren immer mehr als schlecht. Hier ging es gerade noch so, da die Maschen groß und der Draht dunkel war und man den Abstand entsprechend wählen konnte (Linse durch die Maschen war aber nicht möglich; man sieht sie hier nur aufgrund der optischen Physik nicht).



Bei den Felsenlandschaften war wieder freie Sicht und sogar mal Sonne...uiiih!



Bären sind immer imposant, ob Braun-, Schwarz- oder Eisbären. Die Tiere sind teilweise wirklich riesig und man erkennt sofort den qualitativen Unterschied zwischen dem Kuschelteddy und dem realen Lebewesen! Ich würde mich lieber in einer Schlangegrube werfen lassen, als diesen Tieren gegenüberstehen zu müssen.



Dem Chef ging mein Geknipse schon mächtig auf die Nerven! :) "Hast du 'n Problem, Aldär!?"




"Guck mal Pappi, die haben was leckeres zu essen!" - "Sohn! Wie oft soll ich dir das noch sagen, wir nehmen von diesen Gaffern nichts!?"



Auch hier scheint es eine kleine Meinungsverschiedenheit zu geben.



Für den Giraffennachwuchs wird der Futterkorb noch eine wenig niedriger gehängt.



Die Löwen! Logisch, dass die nicht fehlen dürfen. Die Tiere sind dafür bekannt, seeehr lange zu schlafen, bzw. zu dösen. Genau genommen tun sie die meiste Zeit des Tages nichts anderes. Wenn ich der Zoo-Hörbuch-CD meines Sohnes glauben schenken will, 20 Stunden am Tag! Im Zoo haben sie dann wahrscheinlich noch weniger Grund sich großartig zu bewegen.


"Uaaahhh!"
 Entsprechend gelangweilt schienen die Tiere zu sein.



Und haben sich auch dementsprechend in "Pose" gesetzt...äh gelegt.



Bei vielen Wassergehegen kann man auch unter Wasser einen Blick riskieren, was oft spannender ist, als über Wasser. Fotografisch übrigens die Hölle! Wenig Licht, starke Kontrast, extreme Verzerrungen...man könnte auch sagen chromatische Abberationen wie bei einer Kit-Linse aus den 70zigern ;) Die Brechung von Licht an Luft - Wasser - Glas - Luft hat halt einen Komplexitätsgrad, denn auch die beste moderne Kamera mit Spitzenobjektiv nicht ausgleich kann.



Oder ich bin einfach nur zu doof dafür, alle anderen kriegen das mit dem Handy locker hin ;)



Die Eisbärenanlage war nicht so mein Ding. Irgendwie zu eng, der Blick oft versperrt und ich musste für diese Aufnahme durch die Scheibe fotografieren...was schlimmer sein kann, als durch Gitter oder Zaun. Bei dieser Aufnahme war ich aber froh eine Glasscheibe zwischen mir und der größten Bärenart der Welt zu haben!



Ohne Glasscheibe, aber nur ein sehr kurzer Laufsteg. Der Bär lief permanent und damit absolut vorhersagbar hin und her, wobei er immer nur wenige Sekunden sichtbar war. Tja...wirklich artgerecht schien mir das irgendwie nicht.



Ist ja gerade die Zeit des Nachwuches.



Und wieder Affen. Diesmal nicht in der Donnerkuppel der Orangs, sondern in einem Freigehege mit Felsenlook.






Sicherlich noch ein Baby nach menschlichen Maßstäben. Was man so alles an sozialen Interaktionen beobachten kann ist schon erstaunlich.



Auch für Vogeliebhaber gibt es ein paar Motive.




Schildkröten gibt es von klein, über groß bis Riesengroß. Hier ist nur die handliche Variante.



Die Verwendung von Werkzeug, die man ja gerne nur dem Menschen oder maximal dem Menschenaffen zuspricht, findet man auch bei vielen anderen Tieren.



Zum Abschluss noch mal ein Elefanten-Jungtier.
Eine Runde durch den gesamten Zoo nimmt schon eine Weile in Anspruch. Will man sich wirklich genauer mit bestimmten Tieren beschäftgen, reicht ein Tag garantiert nicht aus.



Das ein Zoobesuch Mist ist, kann ich nicht sagen ;) Es ist zumindest eine hervorragende Möglichkeit einmal hier nicht heimische Tiere zu fotografieren und sich über Tiere zu informieren. Moderne Zoos bieten schon gute fotografische Möglichkeiten. Gerade bei denen der Natur nachempfundenen Gehegen oder Anlagen kann man teilweise sogar Aufnahmen machen, die nicht sofort als Zoo-Bilder zu erkennen sind. Wenn es also mal nicht mit den einheimischen Tieren in freier Wildbahn klappen will oder das Geld für die Safari gerade nicht ganz so locker sitzt, ist der Zoo vielleicht schon mal eine gute Gelegenheit zu üben.

Grüße,
Gordon