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Donnerstag, 18. Juni 2026

Nikon Z 40 / 2.0 Vollformat-Objektiv für die Hosentasche, Teil 2

Heute bin ich mit dem Teil mal vor die Tür gekommen und ich bin mehr als überrascht! Ich hatte erwartet, dass es bei Landschaft und Sonne komplett versagt und man mindestens auf 5.6 abblenden muss, um keinen grauen Matsch und tiefschwarze Ecken mit lustigen Regenbogeneffekten zu bekommen. Nope! Das Teil ist richtig gut! Scharf, kontrastreich und auch die Ecken sind bei f2.0 nicht schlechter, als bei den meisten anderen, vergleichbaren Objektiven auch.

Fast alle Aufnahmen mit f2.0, bis auf eine mit 2.8 und 13.


Wie immer sind die Bilder bearbeitet. Aber nicht mehr, als ich das sonst auch machen würde. Ich habe mir also keine Mühe gegeben, damit Schwächen nicht mehr zu erkennen sind. Auch keine Crops, außer bei den Detailbespielen.



Fokussiert auf das Schild per AF-Punkt-Verschiebung. Freistellung ist natürlich bei f2.0 und 40mm bei solch einem Motiv ziemlich mau. Aber auch das Kleingedruckte auf dem Schild ist noch klar lesbar und das am Rand! 



Auch wieder 2.0. Hier hätte ich wirklich gedacht, dass die Auflösung, selbst an den 24 Megapickeln der Z6 nicht ausreicht...schauen wir mal genauer:

Crop

Für Offenblende finde ich das absolut okay.



Auch hier habe ich nichts zu meckern. 


F=13.0

Hier dagegen schon! Nicht wegen den lustigen bunten Reflektionen, sondern wegen des absolut miesen Blendensterns. Bei f13 und so einer Situation absolut lahm und hässlich. Leider sieht das so oder so ähnlich bei den meisten modernen Objektiven aus. Wenn man da was Besseres erwartet, muss man im Schrank ganz weit nach hinten greifen, bis man etwas Kaltes, Schweres in der Hand hat ;)




In den Ecken im Blattwerk bei Gegenlicht sind nicht mehr CAs zu sehen, als bei 95% der Objektive, die ich im Schrank habe. In LR sehr gut per Mausklick zu entfernen. Was man nicht wegbekommt und was die Ecken dann doch schlecht aussehen lässt, ist das starke Koma. Aber man nimmt solch ein Motiv auch nicht mit Blende 2.0 auf! Aber bei Astro natürlich schon ein Showstopper. Hier das Grauen aus der Nähe:


Besonders gut sieht man das natürlich ganz in der Ecke oben links, am Ast. Dort strahlen die helle Stellen gnadenlos in den Ast hinein, als wenn dort jemand alles angesägt hätte. 



F2.8

Bei 2.8 sieht man schon einen deutlichen Sprung bei der Schärfe und einen kleineren beim (Mikro)Kontrast. Aber wie gesagt, ich hatte mir das weit schlimmer vorgestellt. Ist definitiv kein Objektiv, welches man 2 Blendenstufen abblenden muss, wenn man brauchbare Bilder haben will!




Das Haus für unsere Dienstboten. :)


Fazit:

Also ich bin sehr positiv überrascht. Ich hatte quasi nichts erwartet (halt ein Notfallobjektiv, für die Notfallkamera, die klein und leicht sein muss) und habe wohl sehr viel mehr bekommen. Ich hoffe zwar, dass die Z6+Z40/2.0 nicht zum Einsatz kommen muss, aber vielleicht packe ich das Objektiv sogar mal als Alternative zum Z50/1.8 in die Tasche, wenn nur wenig Platz ist.








Montag, 15. Juni 2026

"Testbericht" Nikon Z 40 / 2.0 Vollformat-Objektiv für die Hosentasche

Das hier ist natürlich kein ernsthafter Testbericht. Einfach nur mal schnell ins Tagebuch geschrieben. Die Bilder sind auch alle bearbeitet, so dass man nicht wirklich die Qualität der Linse sehen kann. 

Nikon Z6, aufgenommen mit Z8 und Z 40 / 2.0

Gekauft habe ich das kleine Plastikobjektiv (Bajonett aus Kunststoff!) gebraucht in einem Forum. 
Die Idee: meine alte, im Schrank verschimmelnde Z6 als kleine Ersatzkamera damit ausrüsten. Neben der großen und schweren Z8 und ebenso großen und schweren Objektiven die einzige (sinnvolle) Möglichkeit für eine Urlaubsreise mit dem Flieger.



Für die kleine Z6 genau die richtige Größe. Mir aber schon etwas zu klein. Sowohl Kamerabody, als auch Objektiv liegen mir nicht gut in der Hand und ich weiß irgendwie nicht, wie ich das vernünftig halten soll. Na ja, besser als ein Smartphone auf jeden Fall. 




Durch die nur leidlich saubere Fensterscheibe geknipst. Aus zahlreichen Testberichten wusste ich, was das Objektiv leistet (oder eben auch nicht). Ja, keine Superlinse, aber für den Preis und vor allem die Größe schon sehr okay. Auch ohne Scheibe dazwischen ist bei bei f2.0 ein wenig "Weichmacher" am Start. Aber längst nicht so schlimm, wie befürchtet. Gut, die ultimativen Tests bei praller Sonne stehen noch aus, aber ja, komm, passt schon. Das Objektiv hat mich so viel gekostet wie ein Wochenendeinkauf.




Die Nahgrenze ist unspektakulär und somit auch der Abbildungsmaßstab. Das Teil hier ist ca. 25 cm lang. Also selbst für Blümchen schon sehr knapp.



Die Farbwiedergabe ist absolut unterirdisch! ;) Was mich bis jetzt noch wundert, die Farbfehler, auch am Bildrand, sind weit weniger ausgeprägt, als bei so einigen anderen Objektiven in meinem Fotoschrank. Ob das durch die festen Profile in Lightroom schon bereinigt ist? Wahrscheinlich. 



Die Schärfe auf mittlerer Distanz geht für mich selbst bei Offenblende in Ordnung. Ja, klar, kein Vergleich zu einem Z 50 /1.8 S, wo man immer glaubt, die Blende klemmt, weil 1.8 aussieht wie früher 5.6...


Schärfeverlauf und Co. ist bei unkritischen Motiven smooth. Wie das aussieht, wenn man als Hintergrund Gemüse hat, also Bäume, Büsche, Gras, etc., wird sich zeigen. Da sind fast alle Objektive, vor allem neuerer Bauart, überfordert.




Leider als Tele ÜBERHAUPT nicht brauchbar! Was denkt sich Nikon dabei eigentlich!? Aber der aufgepoppte Eisvogel (oder so) ist zumindest beim 'reinzoomen zu erkennen. ;)

Crop

Also f=2.0! Durch dreckige Scheibe!



Aufnahme mit AF-Point oben rechts

Die Ränder sind laut Reviews der Schwachpunkt des Objektivs. Ja, bei welchem nicht? Wenn man direkt auf eine ebene Fläche fokussiert, ist die Schärfe bei z.B. 1-2 Metern wirklich gruselig in den Ecken. Aber das liegt wahrscheinlich eher an der nicht planen Fokusebene. Das haben wohl fast alle Objektive und je weitwinkliger es wird, desto schlimmer wird es. Die Ebene ist dann oft so eine Art Schnurrbart, W-Kurve...teilweise ist die Unschärfe dann auch nicht nur in den Ecken, sondern auch in einem Ring um die Mitte herum. Wie auch immer, wenn man einfach mal den Fokuspunkt auf die Ecke stellt, sieht man, wie gut die Abbildungsleistung dort wirklich ist.

Ausschnitt oben rechts

Also ich sag mal so: geht oder?! Das ist Offenblende! Wer macht eine Aufnahme dieser Art mit Offenblende? Also wo der Randbereich das Motiv ist? Astro...ja, komm, falsches Objektiv!



Chromatisches Unbehagen und Co. sind an Board, aber bis jetzt sehe ich da nichts, was ich nicht schon viel schlimmer gesehen hätte. Koma, CA, PF, ist natürlich alles am Start. Aber ist für Alltagsfotografie inzwischen auch ziemlich unwichtig geworden. Das wird alles weggerechnet oder lässt sich mit der Software nachträglich wegpinseln. 



Mit Blitz wirkt auch f2.0 ziemlich knackig, wenn das Motiv passt. 



Unqualifiziertes Fazit:

Für den Preis (den ich für das Gebrauchte bezahlt habe), sieht das erstmal sehr gut aus. Es geht mir ja auch nicht um die Abbildungsleistung, sondern um die Größe und das Gewicht! Es soll die Z6 zu einer "Hosentaschenknipse" für den Urlaub machen. Es soll noch irgendwo neben Powerbank und Netzteil in die Seitentasche der Fototasche passen...so der sinnlose Plan :) 

Ich geben erst mal einen Daumen hoch.

Sonntag, 25. Februar 2024

Flughafen München (Franz-Josef Strauß) - NIKKOR Z 14–30 mm 1:4 S

Bei einem etwas längerem Zwischenstopp beim Rückflug von Manchester (England) nach Bremen über München, habe ich mal das von mir doch etwas wenig genutzte Nikkor 14-30/4.0 an die Nikon Z6 geschraubt. Das Licht war sehr gut und der Außenbereich des relativ modernen Flughafens sah vielversprechend für ein Super-Weitwinkel aus.


Panorama aus 5 Aufnahmen mit Nikkor 14-30/4.0

Das 14-30 ist aus meiner Sicht ein ziemlich ungewöhnliches Vollformatobjektiv. Von brachial weiten 14mm bis hin zu moderatem Weitwinkel mit 30mm, das ist schon ein recht großer Bereich. Ich hatte damals das 14-24/2.8 (F-Mount). Damit war man weit weniger flexibel unterwegs. Gut, f=2.8 ist besser als f=4.0, aber wenn es nicht gerade Astro ist, spielt das nur selten eine Rolle. Dafür ist das Objektiv "billiger", sehr viel kleiner und sehr viel leichter UND hat einen normalen Filterthread (das 14-24 hatte keinen!).



Die "Zebrastreifen" sind ein gefundenes Fressen für ein Weitwinkel. Der Blick wird mit Gewalt auf einen Punkt im Bild gezogen.



Weitwinkel = stürzende Linien, wenn man nicht gerade mittig auf den Horizont zielt. Zum Glück kann man das in der Nachbearbeitung schnell und einfach wieder geradebiegen. Es geht natürlich etwas an Bildfläche verloren.



Die Überdachungskonstruktion erinnert mich ein wenig an die vom Sony Center in Berlin.



Trotz der Sonnensegel war es sehr warm. Es war windstill und wurde schon recht mollig.



Das 14-30 ist wirklich sehr gut. Ich hatte erst so meine Zweifel wegen der Baugröße, aber was am Ende auf dem Rechner landet (was auf dem Sensor landet, will man vielleicht gar nicht wissen), ist wirklich erste Sahne für ein Superweitwinkel im Vollformat-Segment.

Tubus komplett eingefahren = Objektiv funktioniert nicht/Verstauposition

Das Teil hat wie gesagt einen Filterthread, so dass man ganz easy einen 82mm-Filter (ND, Pol...usw.) anschrauben kann. Außerdem ist es wirklich sehr kompakt und leicht. Ein besonderer Trick, man kann den Tubus in einer "Verstauposition" einfahren:


Tubus voll ausgefahren


Um es zu benutzen, muss man es dann wieder ausfahren. Dazu dreht man mit etwas Kraft am Zoom-Ring. Tut man das nicht, meldet die Kamera, dass man das Objektiv nicht verwenden kann. Das gibt es bei mehreren Z-Objektiven, nicht nur beim 14-30. Die Idee ist, dass man ein paar Millimeter an Stauraum in der Fototasche spart. Ob es das gebraucht hätte...muss jeder für sich entscheiden.



Gegenüber dem Megabrocken von 14-24/2.8 ist das Teil ohnehin ein Winzling. Daher hätte ich auf den "Verstaumechanismus" verzichten können.




Die 30mm am langen Ende sind ein starkes Argument für das Objektiv. Man spart sich sehr oft einen Objektivwechseln, wenn man per kurzem Dreh in die Nähe der Reportagebrennweite von 35mm kommt. Damit ist es zwar kein sog. Immerdrauf, aber zumindest flexibel genug, dass man damit gut unterwegs ist, wenn es eher weitwinklig zugehen soll.




So, nach endlosem Warten endlich im Abflugbereich und "nur" noch 1 Stunde bis ich in den Flieger darf.


Danke.

Samstag, 24. Februar 2024

Schnappschüsse in der Bremer Innenstadt mit dem Olympus 100-400 mm

Heute war ein kurzer Spaziergang in der Bremer Innenstadt angesagt. Die Route führte von der Überseestadt über die Schlachte, bis zum Schnoor, wo es dann Mittag gab.

Da das Wetter und damit das Licht sehr wechselhaft war, habe ich mich für das Supertele entschieden, um damit Details von Dingen aufzunehmen, an die man nicht beliebig nah heran kommt.

Das Tele hat die gruselige Bezeichnung M.Zuiko Digital ED 100-400mm F5.0-6.3 IS. An der Panasonic G9 mit MFT-Sensor ergibt sich damit eine Brennweite von 200-800mm bezogen auf eine Kamera mit Kleinbildsensor ("Vollformat").

Beck's Bier



Da es um den Spaziergang ging und das Fotografieren nicht im Vordergrund stand, kann man die Aufnahmen ruhig als Schnappschüsse bezeichnen. Am Rechner ist mir dann aber aufgefallen, dass ich unbewusst Bilder zu verschiedenen Themen gemacht habe.



Umgerechnet 800mm liefern schon sehr ungewöhnliche Perspektiven und Details. Mit einem 1.4er Telekonverter, den ich bei dieser Tour aber nicht dabei hatte, ergeben sich sogar 1120mm (KB-Äquivalent)!



Unbewusst oder weil Beck's wohl überall in Bremen zu lesen ist, hat auch das erste Foto der nächste "Miniserie" ein Beck's im Frame...wenn man genau hinschaut.


Roland

Roland-Denkmal auf dem Bremer Marktplatz


Schild des Rolands durch die Arkaden des Rathauses aufgenommen


Turmuhren





Schiffe und Vögel






Die "Speckflagge" (bremische Flagge)


Und natürlich eignen sich Vögel immer hervorragend für ein Supertele...oder umgekehrt.





Harte Köpfe


Meine Idee, warum ich das Tele genommen habe, waren Nahaufnahmen von den diversen Figuren am Dom und anderen historischen Gebäuden rund um den Marktplatz.











Danke.