Dienstag, 19. Juni 2018

Polo-DM in Hagen-Grinden 2018

Hallo,

nach sehr langer Pause mal wieder ein Eintrag im Blog. 

Am Wochenende war ich bei der Deutschen Meisterschaft im Polo bei Langwedel. 
Ich habe ja schon eine Menge Sportevents fotografiert, daher war das jetzt nicht unbedingt eine Herausforderung. Um es dann doch spannend zu machen, habe ich ein altes 400 Sigma-Tele eingepackt ;) 

Das Licht war nicht so toll. Das alte Tele mit Akkuschrauberantrieb ist lahm und hat eine sehr große Streuung was die Treffsicherheit des AF angeht. Aber die 400mm an der Kleinbildkamera waren schon mehr als notwendig. 
So ein Polofeld ist ziemlich groß und wenn man nicht nur Bilder machen will, wenn die Pferde gerade mal auf der "richtigen" Seite sind, braucht man viel Brennweite.

Polo-DM 2018, Club Hagen-Grinden

Ich gebe es gleich zu, ich habe keine Ahnung von Polo! 2x4 Reiter, ein Ball, 2 Tore. Wer es genauer wissen will, kann u.a. hier nachlesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Polo_(Sport)


Ach ja, einen Schiedsrichter gibt es auch. Der hat keinen "Schläger", sondern diesen Stock mit der Metallöse, um den Ball aufnehmen zu können. 


Es wird mit gemischten Teams gespielt, es gibt also keine Vorschrift für reine Damen oder Herren-Teams. Das ist sicherlich der Tatsache geschuldet, dass es nicht so sehr auf körperliche Attribute (der Reiter) ankommt, sondern auf das Können auf dem Pferd, dem Pferd selber, und die Taktik. 


Die Pferde sind natürlich extrem wichtig. Speziell gezüchtete und trainierte Tiere, wie man sich vorstellen kann. Siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/Polo_(Sport)#Polo-Pferde.

Damit sich nichts in den Haaren verfangen kann und damit die Reiter freie Sicht auf den kleinen weißen Ball am Boden haben, werden die Haare geschoren oder hochgebunden.





Hier sieht man das Tor, bestehend aus 2 geflochtenen "Körben", vermute ich.



Ich stelle mir das nicht ungefährlich vor, wenn mit den langen Schlaginstrumenten gearbeitet wird. Die müssen wirklich diszipliniert sein, um nicht einen Spieler oder ein Pferd zu verletzen. Denke hier ist "Fair Play" mehr als nur ein nettes Schlagwort. Ich habe kein Geschrei, keine Rangelei oder andere Dinge erkennen können.


Das ein Reiter mal absteigen muss kann natürlich trotzdem vorkommen.


Wahrscheinlich verletzen die Spieler sich häufiger als die Pferde.




Das oben erwähnte Sigma 400mm/5.6 aus den 90zigern ist gar nicht so verkehrt. Knackscharf, wenn es denn mal 100% trifft. Allerdings verwackelt man sehr leicht damit unterhalb 1/1000 und es ist gegenlichtempfindlich (Kontrast geht in den Keller) und sehr "warm". Das Bokeh ist auch oft nicht so toll (Kringel). 


Der Ball ist winzig. Leider! Denn man sieht ihn oft nicht als Zuschauer. Ich musste oft mit beiden Augen fotografieren, also eines durch den Sucher und eines "Weitwinkel" an der Kamera vorbei damit ich den Ball nicht verlor. 




Wie die das schaffen in vollem Galopp mit diesem Besenstiel diese Billardkugel zu treffen und das noch gezielt, ist mir ein Rätsel! :) Ich würde damit nicht mal ohne Pferd im Stehen was ausrichten können.


Man muss sich vorstellen, dass die schnell reiten...wirklich schnell! Dann holen die wie wild aus und -KLACK- pfeffern das Teil dutzende Meter bis ins Tor.


Hier mal eine Detailaufnahme. Der Ball ist wirklich klein...und relativ leicht. Der Schläger ähnelt einem Hammer.


Hier eine etwas vergeigte Aufnahme von diesem Ball. Ich denke die Dellen sind Abnutzungsspuren, weiß es aber nicht genau.


Bremern sicherlich bekannt: OHB (https://www.ohb-system.de/). Die bauen u.a. Satelliten und anderen Raumfahrtkram.


Finde die Aufnahmen immer klasse, wo das Pferd mit alle Beinen in der Luft ist. Sowas kann man quasi nicht gewollt aufnehmen, ist Zufall...zumindest bei mir.


Spätestens bei dieser "Steilkurve" würde es wohl die meisten Sonntags-Reiter aus dem Sattel hauen!


Man hat nicht nur das Zaumzeug in den Händen, sondern auch noch andere Sachen, wie man hier sieht. Wer da nicht 100% sattelfest ist, kann alle paar Sekunden die Rasenqualität kontrollieren.


Es gibt so eine Art "Vorfahrtsregeln" beim Polo...Wegerecht genannt. Kann man sich wohl wie die Vorfahrtsregeln im Straßenverkehr vorstellen. Also einfach mal so rempeln, behindern oder andere Nettigkeiten, wie man sie z.B. vom Fußball kennt, kann man hier vergessen, bzw. werden hier sofort geahndet. Das es trotzdem mal zu Berührungen kommt, ist aber klar.






Insgesamt eine spannende (fotografische) Erfahrung. Ich mag die Herausforderung schnelle Bewegungen abzulichten. Gerade bei Sport muss man sich erstmal hineindenken in die Bewegungen und die Situationen, bevor man die guten Momente überhaupt in den Sucher bekommt. Da ich nur ca. 2 Stunden Zeit hatte, musste ich da schon auf meine Erfahrung vergleichbarer Sportarten zurückgreifen. Also beispielsweise wie man den Ball im Augen behält, auch wenn der ständig aus dem Sucher verschwindet. Wenn man sich erstmal warm geschossen hat, fängt man auch langsam an vorauszusehen, wo was passieren wird.

Meine treue D800 hat mal wieder funktioniert wie gewünscht, trotz eher kritischer Sigma-Keule aus dem Objektivmuseum und bedecktem Himmel.

Einige Bilder vom Drumherum und anderen Details habe ich dann auch noch mit einem modernen 70-200/2.8 gemacht, was wirklich eine Wohltat war. 
Aber No Pain, No Gain!

-Ende-


Dienstag, 24. Oktober 2017

Pilze

Sehr lange nichts mehr geschrieben, wird also mal wieder Zeit.

Im Urlaub habe ich paar sehr schöne Pilze gefunden und dachte mir: "Die musst du unbedingt ablichten!". Da ich gerade die Olympus in der Hand hatte, bei der man das Display ja ausklappen kann, war das auch keine zu sportliche Herausforderung ;)


Wirklich extrem praktisch, wenn man sich nicht in den Dreck werfen muss. Die Pilze waren teilweise wirklich riesig! Solche habe ich bei uns noch nicht gesehen. Fliegenpilze sind hier sowieso eher selten und wenn, sind sie längt nicht so groß.


Das Objektiv war das Oly 12-40/2.8. Reicht bezüglich Abbildungsmaßstab für so große Pilze locker aus. Ein Makro oder ein Tele hatte ich sowieso nicht dabei, also stellte sich da auch keine entsprechende Frage.


Machte mir irgendwie Spaß die Pilze nicht absolut clean zu fotografieren und habe daher andere Pflanzen so gelassen, wie sie waren und auch mal was unscharf in den Vordergrund mit rein genommen.


Das Licht war nicht wirklich toll, aber ein paar Lichtstrahlen waren dann teilweise doch da.


Ich bin mit der Kamera maximal auf den Boden gegangen. Ich habe sie direkt auf den Boden gedrückt, um wirklich waagerechte Aufnahmen machen zu können.


Aus der Hocke war für diese drei Freunde dann aber besser aus meiner Sicht, da man so die "Hüte" mit den weißen Flecken besser auf dem Bild hat.

Ich habe seit einer Ewigkeit keine Pilze mehr fotografiert. Weiß gar nicht, wann überhaupt mal, außer vor vielen Jahren, als ich mit einer Kompaktknipse angefangen haben. Waren aber alles eher langweile grau-weiße Exemplare, die wahrscheinlich schon längst im digitalen Papierkorb gelandet sind.

Grüße,
Gordon

Samstag, 25. März 2017

1 Stunde am See

Am späten Nachmittag bin ich heute wieder mit dem Rad losgefahren und habe noch Mal den Mini-See besucht, an dem ich schon gestern kurz war. Das Licht war schon ganz brauchbar, also habe ich ein paar Belichtungsreihen geknipst, die ich eben teilweise zu HDRs verarbeitet habe.

HDR aus 3 Aufnahmen, 1 EV Abstand
Wie immer verändert sich das Licht dramatisch in den letzten Minuten vor dem Sonnenuntergang.

HDR
Es lohnt sich also immer bis zum Ende der Show zu bleiben. Morgens und Abends ändert sich die Farbstimmung und die gesamte Szene sehr schnell.

Einzelaufnahme

Zwischen allen Aufnahmen liegen gerade einmal 30 Minuten. Trotzdem wirkt jede Aufnahme unterschiedlich. Der Standpunkt war übrigens bei allen Aufnahmen quasi gleich, nur die Brennweite variiert zwischen 35 und 85mm.

HDR

Sonne weg, aber ein paar Aufnahmen musste ich noch machen. Zum Schluss einer der letzten Aufnahmen an diesem Abend.

Einzelaufnahme

Inzwischen war es auch schon ziemlich kalt geworden und somit Zeit für die Heimfahrt.

Grüße,
Gordon

Freitag, 24. März 2017

Ich geb' mir die Kugel...

oder wie man auch Spaß mit einem Glas für 24,95€ haben kann!

Heute war das Wetter so gut, dass ich unbedingt meinen halben Urlaubstag nutzen musste, um eine kleine Radtour zu machen...die erste dieses Jahr!

Vor ein paar Wochen habe ich mir eine Glaskugel gekauft. Man findet eine Menge Bilder, in denen eine Glaskugel als Sujet eingesetzt wird; einfach mal "googlen". Also keine neue Idee, aber ich wollte das auch unbedingt mal machen.

Heute habe ich also die Kugel in die Fahrradtasche gepackt und die Nikon mit dem 35mm-Wunder-Sigma und dem großen Bruder dem 85er Sigma in die Fototasche gestopft und bin losgeradelt. Ziel waren nicht allzu weit entfernte Wiesen und Felder an der Weser.

10 cm Glaskugel
Mein erster Versuch die Kugel auf den Boden zu platzieren ist fast ins Auge gegangen! Zwar kann man es sich denken, aber ich hätte nicht gedacht das es so schnell geht! Die Kugel wirkt wie eine Lupe und bündelt das Sonnenlicht so effektiv, dass sofort trockenes Gras zu brennen angefangen hat! Also wirklich innerhalb von Sekunden. Ein Tritt und die Sache war erledigt, aber wäre es jetzt Hochsommer gewesen...au ha!

Also habe ich die Kugel erstmal in die Hand genommen, um den Effekt zu testen. Die Kugel ist von sehr hoher Qualität. Keine Luftblasen, hochglanzpoliert und anscheinend auch eine sehr exakte Kugelform. Wie man es von einer konvexen Linse kennt, steht alles auf dem Kopf, wenn man durchschaut.


Hier das Motiv, das man in der Glaskugel oben erahnen kann, aus einem etwas anderem Blickwinkel. Die Abbildung in der Kugel ist wirklich sehr gut...da hatte ich schon schlechtere Objektive ;)

Meine Tour ging wie gesagt zu Wiesen und Feldern an der Weser. Leider wird nach den Windrädern (die ich mir ja noch gefallen lasse) eine weitere Verschandelung vorgenommen. Ein naheliegendes Gewerbegebiet wird erweitert und damit verschwindet wieder ein Stück mehr von den ohnehin wenigen Flächen, wo man mal seine Ruhe hat.

Zerstörung der Kulturlandschaft an der Weser für mehr Gewerbegebiet
Tja, so sieht das da nun großflächig aus. Vorher waren hier Wiesen und Felder auf denen diverse Zugvögel, Hasen und Rehe beobachten konnte. Schade...wobei ich gerade an ein anderes Wort denke!

Aber zurück zu meiner Kugel.


An einem zum Glück noch nicht verwüsteten kleinen See, habe ich dann endlich die passende Plattform für meine Kugel gefunden. Hier konnte das fokussierte Sonnenlicht keinen Brand verursachen und ich musste mich auch nicht in den Dreck werfen. Der See war außerdem ein ganz brauchbares Motiv.


Solche und ähnliche Aufnahmen schwebten mir vor, als ich die Bilder mit Glaskugeln gesehen habe. Natürlich ist das hier nur als erster Test zu sehen. Statt Landschaft kann man natürlich auch urbane Motive wählen. Es gibt sicherlich unendlich viele Motive, wo man diese Kugel einsetzen kann. Ist sicherlich schon sehr strapaziert das Thema, aber welches Thema ist das nicht?
Letztendlich geht es mir nur darum Spaß zu haben und da ist es mir egal, wenn ich nur Sachen nachmache. Einzigartig sind die Aufnahmen trotzdem, denn ich habe sie gemacht ;)

Okay, das war meine erste kleine Radtour in diesem Jahr. Wetter war schon wirklich prima. Licht etwas hart und wirklich warm war es auch nicht. Aber egal, endlich geht es wieder los! Ich freue mich wie doof auf die kommenden Touren bis in die späten Abendstunden.

Grüße,
Gordon

Freitag, 17. Februar 2017

Bremer Lichtertreiben 2017

Nach langer Zeit will ich mal wieder einen kleinen Beitrag schreiben. Habe eigentlich viele Beiträge geplant und teilweise auch schon angefangen, aber irgendwie hat es sich dann doch nicht ergeben.

Heute war ich kurz im Bremer Viertel zum "Lichtertreiben". Das Event kannte ich noch nicht. Meine Eltern haben mir davon erzählt und wir sind kurz mal dorthin gegangen. Das Mini-Event findet im Milchquartier statt.

Man kann dort phantasievoll verkleidete Menschen sehen. Der Witz an der Sache: die aufwendigen Kostüme sind mit vielen Lampen ausgestattet und leuchten wie ein Weihnachtsbaum.

Die Bedingungen waren mal wieder vom Feinsten! Leichter Nieselregen, relativ kalt und stockdunkel. Fotografisch also wieder eine kleine Herausforderung, vergleichbar mit Bühnen-Geschichten bei kleinen Events wie Freimarkt und Co..

Da ein Blitz für mich nicht in Frage kam, musste ich mit dem auskommen, was an Licht vorhanden war und das war nicht viel. Kamera D800, Objektiv Sigma Art 85/1.4.


Die engen Straßen boten nicht viel Platz und eine freies Blickfeld war fast unmöglich zu bekommen.



Zum Glück liefen die interessantesten Darsteller auf Stelzen, so dass man ganz gut über die Köpfe der Zuschauer fotografieren konnte. Es dürften so ca. 500 Leute dort gewesen sein. Genau kann ich es aber nicht sagen.



Da man die Gesichter bei der Dunkelheit nicht sehen und schon gar nicht fotografieren könnte, haben einige Lampen vor dem Gesicht getragen. Man sieht das hier bei den Fühlern. Außerdem sieht man hier den feinen Regen.



Mein "Lieblings-Model" an diesem Abend. Tolles Kostüm und gute Ausleuchtung durch die Fühlerlampen.



Fast ein wenig wie im Fotostudio gemacht, finde ich.



Technisch war jedoch alles andere als Fotostudio angesagt. ISO 6400 mit Blende 2.0 bis 1.4 waren gefordert! Die Belichtungsmessung war auch extrem schwierig. Ich habe mich dann aber relativ schnell auf ein paar Grundwerte eingeschossen und den Rest der hohen Dynamik der Nikon überlassen.



Für die kleinen Zuschauer natürlich eine besonders faszinierende Sache diese Stelzengestalten mit ihren "tausenden Lichtern" vorbeilaufen zu sehen.



Fotografiert wurde natürlich wie verrückt! Egal ob große Spiegelreflex oder Handy...sagt man heutzutage noch Handy?...es wurden bestimmt 2347829 Bilder an diesem Abend gemacht ;)



Die Kracke gefiel mir auch sehr gut. Leider sieht man auf den Bildern die Stelzen nicht. Wirklich beeindruckend, wie die Darsteller damit ohne Sturz über das glatte Kopfsteinpflaster gekommen sind und das durch die Menschenmenge!




Die 85 Millimeter des neuen Sigmas haben sich übrigens ganz gut bewährt. Weniger Brennweite hätte mir nicht viel genützt, da man dann ohnehin nur Köpfe unterhalb der Hüfte gesehen hätte.



Über das neue 85er Sigma will ich auf jeden Fall noch einen Bericht schreiben. Leider habe ich aus meiner Sicht bis jetzt noch nicht genug Material zusammen, um einen wirklich brauchbaren Bericht zu verfassen. Aber so viel vorweg: das Teil ist der Hammer!

Das war es dann auch. War nur eine kleine Fingerübung für die hoffentlich dieses Jahr noch kommenden Events, auf die ich mich schon freue.

Gordon