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Freitag, 16. Mai 2014

D800 Firmware-Update - Version A 1.10, B 1.10 kurz getestet



Vor ein paar Tagen ist eine neue Firmware für die D800 und D800E herausgekommen. Den Download und alle Infos des Herstellers findet man hier: Download

Für mich waren 2 Dinge interessant, weshalb ich die Firmware eben ausprobiert habe.
1) Man kann die Video-Record-Taste nun auch mit ISO belegen
2) Der Bug mit den gelegentlichen Hängern soll nun endgültig behoben sein.

Das mit der ISO-Einstellung der Record-Taste funktioniert wunderbar. Hintergrund: normalerweise kann man die ISO-Einstellung nur über das Menü oder die ISO-Taste auf der linken Schulter des Gehäuses ändern. Beides ist unpraktisch. Die ISO-Taste ist so angebracht, dass man die linke Hand vom Objektiv nehmen muss...und eigentlich auch das Auge vom Sucher. Man kann also nicht wie bei Blende und Zeit den Wert für ISO ändern, während man das Motiv im Blick behält. Legt man die Funktion auf die Record-Taste auf der rechten Seite, dicht nebem dem Auslöser, kann man die Hand am Objektiv und das Auge am Sucher lassen und sowohl den ISO-Wert verstellen (Button + hinteres Rad), also auch die ISO-Automatik ein- und ausschalten (Button + vorderes Rad); letzteres ging auch vorher schon mit dem normalen ISO-Button.

Was mit dem Bug ist, bei dem ab und zu mal die grüne Lampe (Speicherkartenzugriff) einfach anbleibt, bzw. die Kamera längere Zeit einfriert (bei mir war es teilweise sehr lang!), kann ich noch nicht sagen. Dafür tritt der Fehler zu selten auf. Wirklich häufig hatte ich den Fehler nur ganz am Anfang, als ich noch eine Sandisk-SD-Karte zusätzlich zur Sandisk-CF-Karte drin hatte (beide neu, beide teuer, beide original, beide okay). Nur mit CF-Karte tritt der Fehler so ca. alle 100 Betriebsstunden einmal auf. Also bei mir ca. alle paar Monate einmal.

Ansonsten wird noch heiss diskutiert, ob die Nikon nun die "Fokusfalle" kann oder nicht ;) Habe ich keine Verwendung für und habe ich daher auch nicht ausprobiert...wüsste noch nicht mal genau wie überhaupt.

Noch ein Satz zu Sigma-Objektiven oder genauer NUR zum neuen 35er ART. Das funktioniert bei mir nach dem Update genauso wie vorher. Eigentlich klar, aber ich erwähne das, weil ich an mehreren Stellen was von Problemen mit Third-Party-Objektiven gelesen habe. Das klingt erstmal abwegig, ist es aber wohl nicht. Bei welchen Objektiven Probleme auftreten können weiß ich nicht. Da müsst ihr bitte selber recherchieren.

Zum Abschluss noch ein paar Sätze zum Update selber. Das ist wirklich extrem einfach und unkritisch. Man lädt die Firmware-Datei herunter (vom Server des Herstellers!), startet die EXE-Datei, worauf sich das Ding in einen Ordner entpackt. Die eine einzige Datei (Endung BIN) kopiert man auf eine Speicherkarte die IN DER KAMERA formatiert wurde und noch genug Platz hat. Akku sollte voll genug sein. Karte in Kamera, im Systemmenü den punkt "Firmware-Version" und dort den Eintrag Update auswählen...der Fortschrittsbalken braucht schon ein paar Minuten bis zum rechten Rand, wie es auch dort auf dem Display zu sehen ist. In der Zeit Finger weg von der Kamera ;) Wenn dort sinngemäß steht: ausschalten, ist man fertig. Nach dem Einschalten kann man im Menü von vorher die aktuelle Version kontrollieren, die dann 1.10 sein muss.

Danke und Grüße,
Gordon

Samstag, 10. Mai 2014

Berlebach Report 332 - Erfahrungen mit einem Holzstativ

Heute möchte ich mal einen kurzen Erfahrungsbericht zu einem Holzstativ liefern. Es handelt sich dabei um dieses hier: http://www.berlebach.de/?bereich=details&id=289. Einige fragen sich jetzt vielleicht, wieso überhaupt ein Holzstativ. Schließlich verwendet man heute ja eigentlich moderne Stative aus Aluminium oder Karbon. Nun ja, Aluminium ist schon mal nicht wirklich modern. Ich habe hier ein uraltes Reisestativ von ca. 1950 aus Alu stehen. Karbon ist natürlich schon eine Ecke moderner. Aber warum nun Holz? Holz wird eine sehr gute Eigenschaft bezüglich Schwingungsdämpfung nachgesagt. Alu-Stative sind dagegen eher ungünstig. Ebenso andere Metalle, es sei denn wahrscheinlich man hat es mit einem Monster-Studio-Stativ zu tun. Hier geht es aber um transportable Stative. Karbonstative sind sehr leicht. Karbon soll auch sehr steif und vibrationsmindernd sein. Den Holzstativen wird aber eine noch bessere Eigenschaft diesbezüglich nachgesagt.

Das Berlebach ist ein aktuelles Stativ, da erst seit kürzerer Zeit auf dem Markt ist. Der Hersteller ist eine deutsche Firma mit Sitz in Mulda im Erzgebirge. Holzstative haben eine lange Tradition und wirken auf den ersten Blick auch sehr urig.

Berlebach 332 mit Kleinbildkamera auf Getriebeneiger (Manfrotto 410)

Man kann das Holz in Naturfarbe oder auch in verschiedenen Lackierungen bekommen. Ohnehin kann man extrem viele Varianten und Ausbauarten der Stative bei Berlebach bekommen, auch spezielle Varianten, z.B. für Astronomie oder Filmaufnahmen. Das Gewicht eines Holzstatives ist höher als das der Karbon-Verwandten und meistens auch als das von aktuellen Alustativen. Das 332 wiegt mit der integrierten und sehr stabiler und großer Nivellierkugel ca. 3,2 kg. Außerdem hat es kein sonderlich kleines Packmaß (ca. 90 cm). Dafür aber eine sehr gute max. Höhe von 143 cm ohne optionalen Kopf und nur einen Beinauszug, was der Aufbaugeschwindigkeit und Stabilität zugute kommt.

Berlebach im sumpfigen Gelände

Ich habe sehr lange Zeit gar kein Stativ verwendet (ein billiges Alustativ lag als Staubfänger jahrelang im Schrank oder stand in der Ecke). Und eigentlich hatte ich auch keine echte Verwendung dafür, da ich am liebsten Sport oder andere Events fotografiert habe oder halt einfach so Dinge aus der Hüfte, die mir gerade beim Umherlaufen interessant erschienen. Das änderte sich aber, als ich die Langzeitfotografie anfing interessant zu finden. Bei Belichtungszeiten von >1 Sekunde kommt man nicht mehr ohne Stativ aus. Auch Landschaftsaufnahmen wurde immer wichtiger für mich und dort hat man viel Zeit und kann mit einem Stativ bessere Ergebnisse erzielen.

Langzeitbelichtung mit Stativ - 10 Sekunden, rangierendes Binnenschiff bei Nacht

Spätestens nach meiner ersten Kleinbildkamera mit entsprechend großen und schweren Objektiven, war das kleine Alustativ nicht mehr wirklich zu gebrauchen. Auch eine etwas bessere Variante, die ich mir dann angeschafft hatte, war nicht wirklich stabil genug. Schon ein leichter Windstoß und die Sache hatte eine unerwünschte Dynamik. Ich habe daher ewig lang recherchiert welches Stativ ich verwenden soll. Zunächst habe ich mir ausschließlich die aktuellen (und teuren) Karbonstative angeschaut. Diese sind natürlich sehr schön leicht und meistens auch sehr klein für den Transport (Radtouren!). Allerdings wollte ich weder 500 bis 1000 € ausgeben, noch irgendwelche Kompromisse bezüglich stabilität und Schwingungsdämpfung eingehen. Ich bin dann irgendwann bei den Astro-Freaks auf den Namen Berlebach gestoßen. Bei Teleskopen, gerade bei Video- oder Fotoaufnahmen, spielt die Stabilität des Stativs eine enorme Rolle. Die durchweg guten Stimmen zu einem Holzstativ und speziell dieser Marke, haben mich dann neugierig gemacht. Nun gut, lange Rede, kurzer Sinn, ich habe nun seit einiger Zeit ein Berlebach und kann eigentlich nur in den Lobgesang mit einstimmen.

Die Fakten:
-Material: Holz (Esche) und Metall, sowie Kunstoff (Griffe)
-max. Höhe 143 cm, min. Höhe 8 cm (mit entsprechend gespreizten Beinen)
-Transportlänge: ca. 90 cm
-fest verbaute, sehr stabile Nivellierkugel (55 mm Durchmesser)
-Große Plattform für Köpfe (ca. 60mm Durchmesser)
-Dosenlibellen auf Basis und Plattform
-3/8"-Anschluss, mit federnd gelagerter Feststellschraube (Griff unter der Basis)
-1 Beinauszug/Segment
-bis 12 Kilo belastbar (laut Hersteller)
-Zentimeterskalen auf den Beinauszügen
-Beinstellungen mit Einhandarrettierung ("Flügelraster") von 20, 40, 60, 80 und 100 Grad
-Gummifüße und Spikes (kombiniert, herausdrehbar)
-Preis ca. 250 €


Die Beine sind ungewöhnlich breit oberhalb des Auszugs und wirken nicht nur sehr stabil, sie sind es auch. Die Arretierung des Auszugs erfolgt über eine einfache und so wie ich es bis jetzt erfahren habe sehr unverwüstliche Methode. Über die Metallklammer und die Schraube wird das mittlere Beinsegment zwischen den beiden äußeren eingeklemmt. Hält bombenfest, selbst wenn man nicht sehr stramm anzieht. Gelöst gleitet das Ganze sehr gut, auch bei Nässe, Kälte oder Wärme.


Hier sieht man ganz gut die Zentimeterskala. So kann man alle drei Beine auf die gleiche Länge ausziehen, wenn man nicht bis zum Anschlag gehen will. Ob das Stativ dann gerade steht, hängt natürlich vom Untergrund ab.


Um das Stativ wirklich gerade zu stellen, hat man in der Basis eine sehr gut gemachte Dosenlibelle. Steht hier wohl nicht so gaaanz gerade ;) Außerdem sieht man hier die erwähnte Nivellierkugel und die darauf fest angebrachte Plattform, die ebenfalls eine Libelle eingebaut hat. Sollte das Stativ also nicht 100 % gerade stehen, kann man mit der Kugel noch bis zu 30 Grad exakt ausgleichen.


Die silbernen Teile links und rechts sind die Arretierungen für die Beinstellung. Mit der gut zu bedienenden schwarzen Metalllasche darunter kann man die Beinstellung verändern. Das funktioniert genauso wie bei den meisten anderen Stativen mit einem Federmechanismus, so dass es selbstätig einrastet. Also zum Verstellen drücken und halten und loslassen wenn es einrasten soll.

Hier noch mal von der Seite. Außerdem sieht man hier die sehr lange Achse und den Drehgriff für die Feststellung der Nivellierkugel. Man hat damit überhaupt kein Problem die Kugel knackfest zu ziehen, wobei das bei der Größe der Kugel selbst für schwere Last eigentlich nicht notwendig ist, da "nickt" nichts.


Innerhalb eines Kranzes befindet sich die Feststellschraube für die...Schraube :) Die 3/8"-Gewindeschraube mit der man z.B. den Kugelkopf befestigt, ist drehbar und federnd gelagert. Damit kann man sehr einfach bei aufgebautem Stativ sein Geraffel festschrauben. Man stellt einfach Kamera mit Kopf oder wie hier Getriebeneiger auf die Plattform und dreht dann mit der freien Hand an dieser Rändelschraube. Nach ein paar Umdrehungen sitzt alles fest und zwar genau in der Position, in der man es auf die Plattform gesetzt hat. Genauso schnell löst man das wieder und kann z.B. einen anderen Kopf montieren oder hat Stativ und Kamera+Kopf getrennt für den Transport. Sehr, sehr praktisch!


Die Füße sind aus stabilem Metall. Man hat eine reindrehbare Gummikappe, die einen langen und stabilen Metalldorn freigibt.


Der Dorn ist unten spitz. Sieht man hier nicht, weil der sich in den Teppichboden bohrt ;) Einziger Nachteil dieses Prinzips: Dreck setzt sich schnell in die Rillen des Gewindes. Wenn man das Stativ einmal mit den Spikes draußen auf der Wiese abgestellt hat, ist das Gewinde schmutzig und es knirscht ein wenig beim Zurückdrehen des Gummisteils. Bis jetzt hatte ich aber keine Probleme damit, wobei ich aber die Spikes auch fast immer draußen habe.



Mein Plan ein wirklich stabiles und wackelfreies Stativ haben zu wollen, hat sich mit dem Teil erfüllt. Auch mit einem schweren Kopf (hier Manfrotto 410, ca. 1,2 Kilo) und einer schweren "Nutzlast", wie auf dem Bild die Mittelformatkamera Mamiya RB 67, wackelt nichts und man hat nie das Gefühl die Sache wäre instabil. Auch bei Wind kein Problem. Da ist schon eher die Verbindung zwischen Kopf und Kamera die schwache Stelle.

Für den Transport auf dem Rad habe ich mir übrigens eine ebenfalls von Berlebach erhältliche spezielle Tasche gegönnt. Die wird wie die bekannten Taschen mit Patenteinhängung horizontal am Gepäckträger befestigt. Ich meine damit diese Dinger die man mit einem Handgriff wieder abnehmen und theoretisch auch wieder einhängen kann...ich denke ihr wisst was ich meine. Die Tasche ist gut...okay. Ein wenig eng, aber ansonsten sehr gut gemacht. Zumindest ist der Transport auf dem Rad damit kein Problem mehr. [Bild fehlt...mach mal eines!]

Berlebach 332 mit Manfrotto Getriebeneiger 410 und Nikon D800, Objektiv Sigma 35/1.4 Art

Mein Fazit:

Ein wirklich schönes und funktionales Stativ mit dem auch große Lasten kein Problem sind. Auch Wind oder Vibrationen durch die Kameramechanik sind kein Thema. Wenn was wackelt, dann ist die Schwachstelle auf dem Stativ zu suchen, z.B. der Kopf oder Lämmerschwanz-Stativschellenkonstruktionen an den Objektiven.

Die Verarbeitung ist erstklassig, die Materialen wirken alle topp, allen voran natürlich das Holz. Die Mechanik wirkt in ihrer Einfachheit sehr solide und langlebig. Mir geht bis jetzt keines der Gimmick-Features der anderen Stative ab. Weder brauche ich, noch will ich eine Mittelsäule zum Ausziehen oder sogar so einen Schwenkarm oder das ultrakompakte Packmaß, welches durch 3 bis 4 Beinsegmente erzielt wird. Das Gewicht ist natürlich eine Ansage, aber wenn die Sache steht wie in Beton gegossen, sind mir 1-2 Kilo mehr ziemlich egal.

Einziger Kritikpunkt bis jetzt: das Stativ klappert ein wenig beim Transport und die Beine stoßen unten an den Kanten der Metallklemmung zusammen. Das beschädigt auf Dauer nicht nur den Lack, sondern macht auch Lärm. Ich habe mir mit 3 Gummiklebeteilen beholfen. Diese sitzen an den Ecken an denen die Metallteile beim Transport aufeinander treffen. Vielleicht könnte Berlebach das einfach mal mit integrieren.

Wer ein wirklich stabiles und funktionales (und schönes) Stativ sucht und nicht auf Packmaß und Gewicht achten muss, kann bei dem Preis aus meiner Sicht keinen Fehler machen. Außerdem gibt es diverse Varianten, so dass man vom viele Kilo schweren Astro-Stativ bis hin zum Ministativ alles in Holz bekommt. Es gibt z.B. auch eine ähnliche Variante mit 2 Beinauszügen und entsprechend geringerem Packmaß.
 

Danke für's Interesse und Grüße,
Gordon






Donnerstag, 17. April 2014

2500 mm Brennweite - Fotografie mit einem Teleskop

Seit ein paar Monaten habe ich ein kleines Teleskop. Wollte ich schon als Kind immer haben. Leider hat es damals nur für ein gammeliges Linsenteleskop der billigsten Machart gereicht. Interessant war es trotzdem. Nun, sehr viele Jahre später habe ich mir ein gut transportables Teleskop gekauft, das man auch direkt an eine Kamera adaptieren kann...quasi wie eine Russentonne (http://de.wikipedia.org/wiki/Maksutov-Teleskop). Ist genau genommen aber ein Schmidt-Cassegrain (http://de.wikipedia.org/wiki/Schmidt-Cassegrain-Teleskop). Aber egal, ich will jetzt nicht die technischen Details auswalzen. Ich möchte hier nur mal den Unterschied im Bildwinkel zeigen, der sich aus der Brennweite ergibt.

Hier eine Aufnahme mit einem Fotobobjektiv mit 300 mm Brennweite an einem Micro Four Thirds Sensor, woraus dann 600 mm im Kleinbildäquivalent resultieren.



Und von der gleichen Position mit dem besagten Teleskop, ebenfalls mit der gleichen Sensorgröße. Das Teleskop hat 1250 mm Brennweite, also erhalten wir die titelgebende Brennweite von 2500 mm als Äquivalent.


Schon heftig oder? Hier zum Vergleich noch eines mit einer Kleinbildkamera und 200 mm Brennweite.


200 mm vs 2500 mm ;)
Leider kann man das Teleskop nicht wirklich gut für Tageslichtaufnahmen verwenden, dafür ist die Bildqualität die auf dem Sensor landet zu schlecht. Ist zwar scharf, sofern die Luft nicht zu unruhig oder dunstig ist, aber der Kontrast ist im Vergleich zu einem auch nur halbwegs brauchbarem Fotoobjektiv schon eher bescheiden. Aber mit EBV kann man da noch was machen und was nützt einem ein perfekes Bild auf dem man nicht das erkennen kann was man sehen will? Dann doch lieber ein nicht perfektes Bild, wo aber das interessante und sonst nicht erreichbare Motiv drauf ist.
Notiz an mich selbst: ich wollte schon lange Details vom Bremer Rathaus und dem Dom aufnehmen, die so hoch und klein sind, dass man das mit normalen Fotoobjektiven nicht vernünftig hinbekommt.

Grüße,
Gordon

Donnerstag, 3. April 2014

Videoaufnahme vom Mond durch ein Teleskop



Heute mal eine Premiere von mir, ein Video! Gut, ist eher ein Videoschnipsel :)



Falls hier kein Videofenster zu sehen ist, hier der direkte Link: www.gstoever.de/video/mond.mpeg

Was man hier sieht, ist der Mond aufgenommen mit einer Digitalkamera (E-PL5, mFT-Sensor) adaptiert an ein Teleskop mit 1250 mm Brennweite. Wie hoch der Abbildungsmaßstab ist, kann ich gar nicht sagen, aber er ist schon gigantisch! Selbst mit einem normalen 500 mm-Objektiv an der gleichen Kamera bekommt man den Mond nur in akzektabler Größe auf den Sensor. Mit dem Teleskop, übrigens eines in Schmidt-Cassegrain-Bausweise (siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Schmidt-Cassegrain-Teleskop) passt der Mond kaum noch auf den Sensor. Und theoretisch könnte man noch weit "näher 'ran", wenn man noch ein Okular dazwischenschalten würde (ich glaube min. um den Faktor 100!).

Was man auf dem Video aber auch gut sehen kann ist wie stark die Atmosphäre das Bild stört. Dieses Wabern ist die warme Luft die aufsteigt. Den Rest besorgen dann Luftverschmutzung und Lichtverschmutzung, was hier aber aufgrund der Helligkeit des Mondes keine so große Rolle spielt.

Die Geschwindigkeit mit der der Mond durch das Bild rauscht ist übrigens real, das Teleskop wurde kein Stück gedreht, die Abspielgeschwindigkeit ist in Echtzeit. Je höher die Vergrößerung ist, desto mehr erkennt man die Auswirkung der Erdrotation. Auch Planeten wie Jupiter wandern in kürzester Zeit aus dem Blickfeld des Teleskops, wenn man es nicht nachführt.

Danke und Grüße,
Gordon

Mittwoch, 2. April 2014

Erste Radtour (mit neuem Holzstativ und einigen Tieren)

Letztes Wochenende habe ich meine erste kleinere Radtour mit dem Rad und meinem neuen Holzstativ, einem Berlebach, unternommen. Warm genug war es ja und ich wollte das Stativ und vor allem die extra dafür gekaufte Spezialtasche ausprobieren. Die Tasche kommt seitlich an den Gepäckträger, wie diese bekannten Taschen auch, also mit so einem Einhackmechanismus der sich mit einer Hand wieder lösen lässt. Ob das was wirklich langfristig was taugt, berichte ich vielleicht in einem separatem Beitrag. Das Stativ scheint zumindest meine Erwartungen zu erfüllen.


Es war wie gesagt warm, aber ansonsten nicht gerade bestes Fotowetter für meine Belange. Der Himmel leicht blass und ohne nennenswerte Wolken oder Strukturen. Aber für einen Testausflug war das schon okay.

Berlebach Report 332 mit Manfrotto Getriebeneiger und DSLR
Das Berlebach Holzstativ war ja der Grund für den Ausflug. Ich will hier jetzt kein Review vom Stapel lassen, aber ganz kurz: das Stativ ist mit 3,2 Kilo nicht gerade leicht, dafür aber mit einer fest eingebauter Nivellierkugel und 143 cm max. Höhe schon ziemlich robust und vielseitig. Da man Holz eine noch bessere Eigenschaft bei der Schwingungsdämpfung als Karbon bei Fotostativen nachsagt, wollte ich den Weg gleich konsequent zuende gehen und auf dem Rad, mit der oben erwähnten Spezialtasche, ist der Transport auch nicht so schlimm. Allerdings wiegt die gesamte Einheit aus Stativ und Getriebeneigerkopf, sowie D800 mit mittelschwerem Objektiv schon eine ganze Menge und zu Fuß trägt man das sicherlich nicht sehr lange freiwillig durch die Gegend. Aber bei sowas ist schwer eben auch gut...zumindest für verwacklungsfreie Fotos.


Zwar hat so ein Stativ nicht die aktuellen Gimmicks wie schwenkbare Mittelsäule und Co., aber verschiedene Stellungswinkler der Beine sind möglich und man kommt damit auch bis auf den Boden (auf dem Bild sieht man nur eine mittlere Stellung mit unterschiedlichen Beinauszugslängen).


Ich habe mehrere Dinge mit dem Stativ ausprobiert. Langzeitbelichtungen hatte ich schon ein paar Abende davor erfolgreich getestet. Auf dieser Tour wollte ich mal verschiedene Brennweiten und Objektive (Gewichte, Längen) und auch Kameras ausprobieren. Daher habe ich auch noch meine mFT-Kamera mitgenommen, inklusive 100-300 mm-Objektiv, was heftige Anforderungen an ein Stativ stellt, wie ich in der Vergangenheit leidvoll feststellen musste.


Bei allen Stativaufnahmen war aber kein Verwackler zu erkennen, weder bei den beiden Bilder oben mit D800 + 70-200, noch später mit der Olympuskamera mit monströser 600 mm Brennweite im Kleinbildäquivalent.

300 mm Aufnahme mit Olympus E-PL5

Da die atmosphärische Situation leider nicht sonderlich spektakulär war, habe ich das Stativ dann eine zeitlang stehen gelassen und ein wenig die Fauna geknipst.


Diese scheuen Kameraden hier reizen mich jedesmal wenn ich dort bin. Leider kommt man nicht wirklich nah genug heran, so dass man entweder extrem viel Tele braucht oder aber sehr viel Reserven beim Ausschnitt. Ersteres liefert die mFT-Kamera, zweiteres die D800.


Hier war ich noch nicht richtig vorbereitet. Mehr ein Schuss aus der Hüfte mit der Nikon und einem 70-200 aus sehr großer Entfernung (extremer Crop). Die Belichtungszeit war zu lang...oder zu kurz für einen ordentlichen Mitzieher, je nach dem was man hier bevorzugt hätte.


Aber die Tieren waren sehr aktiv und eine vergleichbare Szene ergab sich gleich mehrere Male, so dass ich sogar beide Kameras ausprobieren konnte.



Aber auch andere Tiere sieht man dort fast immer, z.B. verschiedene Vögel.


Schwäne.



und was sonst noch so auf Feld und Wiese lebt.



Nach den Tieren habe ich noch ein wenig mit dem Stativ und sehr langen Brennweiten bei Landschaftsaufnahmen experiementiert. Mich interessiert hier vor allem die Möglichkeit die Landschaftsszene zu verdichten...zu verkürzen, so dass z.B. dieser eigentlich recht langgezogene Graben als eine enge S-Kurve erscheint.


Am Abend kamen dann doch noch ein paar (Schleier)Wolken auf und die Szene wurde für mich interessanter. Kurz danach ging aber schon wieder alles in diesiger Luft unter.


Wobei das auch ganz reizvoll aussehen kann. Fast schon ein wenig wie eine Vollmondnacht.

Ja, das war sie, meine erste Radtour oder genau genommen die dritte, wobei diese von Entfernung und Dauer schon eher dem entspricht, was ich im Sommer ein paar mal die Woche plane.

Hoffen wir mal auf einen weiter besser werdenden Frühling und einen guten Sommer.

Grüße,
Gordon

Dienstag, 25. März 2014

Flugzeugabsturz?!

Durch Zufall bei einem Stativtest heute abend aufgenommen - siehe Lichtspuren links. Ist in der Nähe des bremer Flughafens. Selbst für eine kleine Maschine schon ein gewagtes Manöver oder? Kann aber auch was ganz anderes gewesen sein...nur was? UFO? ;)


An dem Ort kommen in der Woche ca. alle 10-15 Minuten Flugzeuge vorbei. Die haben dort nur noch wenige hundert Meter Höhe, weil der Flughafen nicht mehr weit weg ist. Je nach Windrichtung und damit Anflugrichtung sind auch die dicken Brummer schon sehr tief und mit normaler Kamera bzw. Brennweite schon sehr gut und groß zu fotografieren. Das hier ist eine Teleaufnahme vom Stativ. Das eigentliche Motiv war der Turm und die Lichtspur ist nur per Zufall auf dem Bild gelandet. Habe ich bei der Aufnahme, eine von vielen, gar nicht gesehen. Schon komisch oder? Ich habe eben wirklich die Nachrichten im Netz nachgeschaut, ob da was passiert ist. Könnte ja eine kleine Privatmaschine gewesen sein...was ich mal wirklich nicht hoffen will!

Komische Sache. Denke...hoffe es war was anderes als ich denke.

Gordon

Freitag, 7. Februar 2014

Kurzurlaub auf Fehmarn

Kurz vor Silvester haben wir uns noch eine FeWo auf Fehmarn genommen. Das Wetter war für die Region und Jahreszeit sogar annehmbar. Die folgenden Aufnahmen zeigen sicherlich nicht typische Motive von Fehmarn...war aber auch nicht meine Intention.

So ein bedeckter Himmel hat ja auch seinen Reiz. Gerade wenn die Sonne sich doch noch versucht durchzukämpfen.


Lichtfinger sind für mich schon eine Lieblingsnaturerscheinung.


 Auch ungewöhnliche Wolkenformationen und Kondensstreifen nehme ich immer gerne mit ins Bild.


An einem Tag kam sogar die Sonne mal richtig durch. Fehmarn soll ja auch die meisten Sonnenstunden überhaupt bei uns haben...


die anderen Tage zeigte sich das Wetter aber meistens robust.


Die meistens robusten "Strände" fand ich fotografisch sehr interessant. Weit interessanter als die typischen glatten Sandstrände die man oft an solchen Ferienorten vorfindet und die zwar zum Baden toll sind, aber für Fotos eher öde.


Bewegtes Wasser ist auf jeden Fall eine Auslösung wert für mich.


Und auch wenn es vielleicht einige kitschig finden, ich mag Sonnenuntergänge. Gerade die Farbvarianzen von blau/violett bis orange/rot  finde ich spannend.


Auch dem Konstrast mit Scherenschnittobjekten kann ich eigentlich immer wieder was abgewinnen.


Damit es dem Sohn nicht zu langweilig wurde und weil das Wetter dann doch zur Jahreszeit passte: eine kleine Exkursion in das Meereszentrum (http://www.meereszentrum.de).


Manche Bewohner dort sehen wirklich lustig aus :) 
Für die Technikfreaks unter euch: wie immer sind Aufnahmen in Aquarien nicht einfach! Man kämpft gegen die Scheiben mit ihren Verschmutzungen, Kratzern und dem reflektierendem Licht, man hat es mit sehr wenig Licht zu tun und muss entsprechend ISO und Blende setzen. Fische sind teilweise recht schnell, gerade die dort zu sehenden Haie, so dass man eine entsprechende Kamera braucht, die auch hohe ISO-Werte noch packt und natürlich auch ein entsprechendes Objektiv (<= f2.8 sollte es schon sein). Ich habe hier eine D800 mit Sigma 35/1.4 (das neue "Art") verwendet und die Bildqualität ist wirklich ausreichend, auch bei ISOs über 3200.



Für mich als technik-affinen Menschen natürlich sehr spannend: das ausgestellte U-Boot U-11. Auch hier wieder wenig Licht. Da es die Motive für mich sinnvoll erschienen ließen, habe ich ein Ultraweitwinkel verwendet (Nikkor 14-24/2.8). Damit erledigt sich bei so einem statischen Motiv auch gleich das Problem mit der Belichtungszeit, da man bei diesen Brennweiten sehr lange Zeiten noch aus der Hand verwacklungsfrei halten kann.


Auf den täglichen Spaziergängen habe ich immer wieder die wogenden Wellen als Motivbestandteil verwendet.


Teilweise auch einfach als Hauptmotiv. 


Viele spannende Motive gibt es ehrlich gesagt nicht auf Fehmarn, wenn man von der typischen Natur mal absieht. Stadt oder Hafen sind eher mittelmäßig spannend. Aber mir machen auch solche einfachen Motive Spaß. Strukturen, Formen, Farben, Kompositionen, Texturen...alles Dinge die man überall finden kann. Für Leute die mit Fotografie nichts anfangen können, sicherlich unverständlich, aber mir reicht das für ein Bild.

 

Sieht nach Sommer aus, war aber schweinekalt ;) Ich war eingepackt wie ein Polarforscher und trotzdem biss der starke und kalte Wind noch ordentlich.

Das war's dann auch.  

Vielen Dank und Grüße,
Gordon