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Mittwoch, 2. April 2014

Erste Radtour (mit neuem Holzstativ und einigen Tieren)

Letztes Wochenende habe ich meine erste kleinere Radtour mit dem Rad und meinem neuen Holzstativ, einem Berlebach, unternommen. Warm genug war es ja und ich wollte das Stativ und vor allem die extra dafür gekaufte Spezialtasche ausprobieren. Die Tasche kommt seitlich an den Gepäckträger, wie diese bekannten Taschen auch, also mit so einem Einhackmechanismus der sich mit einer Hand wieder lösen lässt. Ob das was wirklich langfristig was taugt, berichte ich vielleicht in einem separatem Beitrag. Das Stativ scheint zumindest meine Erwartungen zu erfüllen.


Es war wie gesagt warm, aber ansonsten nicht gerade bestes Fotowetter für meine Belange. Der Himmel leicht blass und ohne nennenswerte Wolken oder Strukturen. Aber für einen Testausflug war das schon okay.

Berlebach Report 332 mit Manfrotto Getriebeneiger und DSLR
Das Berlebach Holzstativ war ja der Grund für den Ausflug. Ich will hier jetzt kein Review vom Stapel lassen, aber ganz kurz: das Stativ ist mit 3,2 Kilo nicht gerade leicht, dafür aber mit einer fest eingebauter Nivellierkugel und 143 cm max. Höhe schon ziemlich robust und vielseitig. Da man Holz eine noch bessere Eigenschaft bei der Schwingungsdämpfung als Karbon bei Fotostativen nachsagt, wollte ich den Weg gleich konsequent zuende gehen und auf dem Rad, mit der oben erwähnten Spezialtasche, ist der Transport auch nicht so schlimm. Allerdings wiegt die gesamte Einheit aus Stativ und Getriebeneigerkopf, sowie D800 mit mittelschwerem Objektiv schon eine ganze Menge und zu Fuß trägt man das sicherlich nicht sehr lange freiwillig durch die Gegend. Aber bei sowas ist schwer eben auch gut...zumindest für verwacklungsfreie Fotos.


Zwar hat so ein Stativ nicht die aktuellen Gimmicks wie schwenkbare Mittelsäule und Co., aber verschiedene Stellungswinkler der Beine sind möglich und man kommt damit auch bis auf den Boden (auf dem Bild sieht man nur eine mittlere Stellung mit unterschiedlichen Beinauszugslängen).


Ich habe mehrere Dinge mit dem Stativ ausprobiert. Langzeitbelichtungen hatte ich schon ein paar Abende davor erfolgreich getestet. Auf dieser Tour wollte ich mal verschiedene Brennweiten und Objektive (Gewichte, Längen) und auch Kameras ausprobieren. Daher habe ich auch noch meine mFT-Kamera mitgenommen, inklusive 100-300 mm-Objektiv, was heftige Anforderungen an ein Stativ stellt, wie ich in der Vergangenheit leidvoll feststellen musste.


Bei allen Stativaufnahmen war aber kein Verwackler zu erkennen, weder bei den beiden Bilder oben mit D800 + 70-200, noch später mit der Olympuskamera mit monströser 600 mm Brennweite im Kleinbildäquivalent.

300 mm Aufnahme mit Olympus E-PL5

Da die atmosphärische Situation leider nicht sonderlich spektakulär war, habe ich das Stativ dann eine zeitlang stehen gelassen und ein wenig die Fauna geknipst.


Diese scheuen Kameraden hier reizen mich jedesmal wenn ich dort bin. Leider kommt man nicht wirklich nah genug heran, so dass man entweder extrem viel Tele braucht oder aber sehr viel Reserven beim Ausschnitt. Ersteres liefert die mFT-Kamera, zweiteres die D800.


Hier war ich noch nicht richtig vorbereitet. Mehr ein Schuss aus der Hüfte mit der Nikon und einem 70-200 aus sehr großer Entfernung (extremer Crop). Die Belichtungszeit war zu lang...oder zu kurz für einen ordentlichen Mitzieher, je nach dem was man hier bevorzugt hätte.


Aber die Tieren waren sehr aktiv und eine vergleichbare Szene ergab sich gleich mehrere Male, so dass ich sogar beide Kameras ausprobieren konnte.



Aber auch andere Tiere sieht man dort fast immer, z.B. verschiedene Vögel.


Schwäne.



und was sonst noch so auf Feld und Wiese lebt.



Nach den Tieren habe ich noch ein wenig mit dem Stativ und sehr langen Brennweiten bei Landschaftsaufnahmen experiementiert. Mich interessiert hier vor allem die Möglichkeit die Landschaftsszene zu verdichten...zu verkürzen, so dass z.B. dieser eigentlich recht langgezogene Graben als eine enge S-Kurve erscheint.


Am Abend kamen dann doch noch ein paar (Schleier)Wolken auf und die Szene wurde für mich interessanter. Kurz danach ging aber schon wieder alles in diesiger Luft unter.


Wobei das auch ganz reizvoll aussehen kann. Fast schon ein wenig wie eine Vollmondnacht.

Ja, das war sie, meine erste Radtour oder genau genommen die dritte, wobei diese von Entfernung und Dauer schon eher dem entspricht, was ich im Sommer ein paar mal die Woche plane.

Hoffen wir mal auf einen weiter besser werdenden Frühling und einen guten Sommer.

Grüße,
Gordon

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