Dienstag, 21. August 2018

Sigma 150-600 Contemporary - Mond durch das Dachfenster

Mit jedem "langem Rohr" habe ich auch immer mindestens einmal den Mond fotografiert und mit dieser Tradition wollte ich auch beim Sigma-Super-Tele nicht brechen.

Mond, Sigma 150-600 Contemporary, 600 mm, f=8.0, 1/100, ISO 500, Ausschnitt, Nikon D800

Als ich vorhin das Kippfenster in meinem "Spielzimmer" geöffnet habe, um ein wenig kühlere Luft hinein zu lassen, grinste mich der Mond an. Eigentlich bringt es nichts den Mond mitten in der Stadt, bei so einem Wetter, aus einem Dachfenster zu fotografieren. Die Luft ist einfach nicht gut dafür (Lichtverschmutzung, Flimmern der Luft durch die Wärme). Aber ich wollte einfach mal sehen, was geht.

Die ersten paar Bilder habe ich aus der Hand geschossen. Der Stabi ist wirklich sehr gut! Die Bilder waren trotz sehr geringen Belichtungszeiten nicht verwackelt. Um aber wirklich 100% das beste Ergebnis zu kriegen, habe ich alles auf ein Berlebach geschnallt und Vorauslösung und Co. eingeschaltet.

Dann kam nach 12 Bildern die Qual das Wahl! Eigentlich waren alle Aufnahme, bis auf 2 sichtbar verwackelte, bzw. fehlfokussierte, knackscharf. Ich habe mich dann letztendlich für eine Aufnahme mit moderater ISO-Einstellung, knapper Belichtungszeit und Blende 8 (statt 6.3; Offenblende) entschieden. War aber wirklich eine Bauchentscheidung. Selbst die Bilder mit Offenblende waren knackscharf.

Finde das Ergebnis überraschend gut. Sicherlich nichts besonderes, aber für die Umstände... Ich habe vergleichbare, stümperhaft gemachte Aufnahmen auch schon mit der Olympus und äquivalenten Brennweiten von 600 bis 1000 mm gemacht...sogar mit geschätzten ...uff...5000 mm (Oly an Teleskop). Aber bei der Nikon kommen die sehr, sehr guten 36 Megapixel mit ins Rennen, inklusive Rauschverhalten und Dynamik, so dass man in der "Postproduction" sehr viel mehr machen kann.

Ich muss unbedingt nochmal mal im Winter, wenn die Luft kalt und damit ruhig und trocken ist, ein paar Shots machen.

Gordon