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Mittwoch, 2. Januar 2013

2012 - Mein Jahresrückblick Teil 2

Hier der zweite und letzte Teil meines persönlichen fotografischen Jahresrückblicks.

"Fussballfieber"

Ehrlich gesagt nicht meine Welt. Sieht für mich fast beängstigend aus. War aber friedlich, ansonsten hätte ich mich auch kaum ins Getümmel geworfen. Die Fans hatten eine belebte Kreuzung direkt am bremer Hauptbahnhof "besetzt".


Selig auf der Haake Beck Badeinselregatta

Showacts, Bühne, Sport und Events aller Art sind irgendwie mein Hauptthema. Ich kann nicht mal sagen wieso. Ist einfach spannend für mich. Oft interessieren mich die Acts oder sportlichen Aktivitäten gar nicht mal so sehr, aber es macht Spaß es zu fotografieren.


Weitere Bilder seht ihr hier: Selig auf der Haake-Beck Badeinselregatta


Weser mit SWB-Kraftwerk vom Weserwehr aus aufgenommen

Stativ, Stativ, Stativ. Inzwischen habe ich mir ein sehr kleines und leichtes Reisestativ gegönnt. Eigentlich nur für die Olympus-Kamera, aber wenn man keine großen Ansprüche stellt und kein fettes Objektiv verwendet, kann man es auch eingeschränkt für die D700 verwenden. Mehr als ein 85/1.4 mag ich dem Teil aber dann nicht zumuten.


Weser bei Hemelingen

Wer den ersten Teil gesehen hat, erkennt dieses Bild vielleicht wieder. Es ist die gleiche Aufnahme die ich dort mit dem Handy gemacht habe. Hier aber mit der D700 und einer 28 mm Festbrennweite.


Bremen Challenge 2012

Radsport finde ich immer spannend. Ich habe zwar keine Ahnung davon, aber es zu fotografieren macht mir immer wieder Spaß. Ob nun in der Halle, wie Sechs-Tage-Rennen, oder auf der Straße. Mehr zu diesem Event: Bremen Challenge - Outdoor-Radrennen mit 6-Tage-Flair



Mitzieher. Da geht sicherlich noch weit mehr. Aber ich verwende diese Art der Darstellung von Bewegung und Geschwindigkeit (noch) nicht sehr oft.


"Meisenfrei"

Im Keller bei quasi keinem Licht...ich liebe und hasse es!


Hier ist die Technik wirklich an ihren Grenzen und mit was anderem als einer Kleinbildkamera würde ich mir hier keine brauchbaren Bilder zutrauen.



Studio-Workshop in Hamburg

Für mich eines der Highlights in 2012, Studiofotografie. Ich hatte sowas zuvor noch nicht gemacht. Die technischen Grundlagen kannte ich nur theoretisch und minimal durch Experimente mit Systemblitzen. Hat eine Menge Spaß gemacht und war auch lehrreich. 

Studio-Workshop in Hamburg

Studio-Workshop in Hamburg

Studio-Workshop in Hamburg

Das Model war sich auch für ein paar Spaßaufnahmen nicht zu schade :)

Wer mehr sehen mag: Mein erstes Studio-Geknipse



Bremer Freimarktsumzug

Bei diesem Event war ich das erste Mal, obwohl es jedes Jahr stattfindet und zu einem der größten Jahrmärkte Deutschlands, dem Bremer Freimarkt, dazu gehört.

Bremer Freimarktsumzug

Die Lichtbedingungen waren allerdings aus der Hölle! Ob ich mir das noch einmal antun soll, weiß ich nicht.
Die gesamte Serie gibt es hier: Ischa Freimaak! Die 5. Jahreszeit in Bremen



Urlaub im Harz, die Brockenbahn

Die Brockenbahn unter Dampf. Mit diesem Zug ging es auf den Brocken im Harz. Für meinen Sohn eine faszinierende Angelegenheit:


So ruhig ist er selten ;)


Oben angekommen gab es leider nicht sehr viel zu sehen. Wie auch schon das Jahr davor, hat uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Sichtweite teilweise nur wenige Meter. Manchmal hatte man Angst den Weg nicht mehr zu finden und irgendwo herunter zu fallen.



Es gab aber auch Tage mit besserer Aussicht.



Hier hätte ich gerne ein HDR gemacht, nur leider hatte ich nicht die Zeit dazu. Musste erstens hinter meiner Familie hinterher und zweitens kamen auch sehr oft Leute durch diesen Gang. Das hier war daher fast schon ein Glückstreffer. Eine Reihe von Personen verschwand gerade wenige Augenblicke vor dieser Aufnahme hinter dem Torbogen und die nächste Gruppe war von hinten schon zu hören.


Mond über Bauernhof auf Pellworm

Das ist genau das was ich an Landschaftsfotografie mag, Ruhe und Zeit. Nur ein paar Fotos pro Stunde und nicht hunderte, wie bei Events. Man sitzt teilweise einfach nur herum und beobachtet wie sich die Lichtstimmung verändert oder Wind und Wolken, der Wasserstand oder was auch sonst noch so an natürlichen Parametern eine Rolle spielt. Erst wenn man meint: "Das sieht jetzt interessant aus!", macht man ein paar Bilder und wartet dann vielleicht wieder eine Stunde oder länger. Da das hier unsere Ferienwohnung war, konnte ich das jeden Abend machen und nicht ein einziges Mal bot sich das gleich Bild, trotz ungefähr gleicher Uhrzeit und gleichem Standpunkt.



2012 war das Jahr von Micro Four Thirds für mich. Ein neues Kamerasystem zu ergründen ist ja immer eine spannende Sache. In diesem Fall waren die Unterschiede auch noch weit auffälliger als bei meinem Wechsel von APS-C auf Kleinbild. Die Vor- und Nachteile des Systems habe ich inzwischen ganz gut ausgelotet meine ich. Ich denke, es ist für mich ein sehr gutes Zweitsystem. Besondern praktisch ist natürlich die Unauffälligkeit dieser Systemkamera. Man kann damit wie ein Tourist mit 99 €-Knipse unter den Leuten herumlaufen und seine Bilder machen. Also natürlich auch "Street" ;)

"Speakers Corner" - E-PL5 Systemkamera, Micro Four Thirds

Was diese Dame hier genau für eine Meinung kund zu tun hatte, konnte ich nicht ganz ergründen. Aber ich fand diese skurrile Persönlichkeit war es wert abgelichtet zu werden.


Weserwehr im Dunst

Nachdem der Dynamikumfang der kleinen Knipse auch mehr oder weniger dem meiner D700 entspricht, werde ich sie definitiv für die kommenden Radtouren und damit auch Landschafts- oder Architekturaufnahmen verwenden. Der Vorteil eines vielfach geringeren Gewichts und Volumens wiegt die Nachteile dabei locker auf.

Mühle am Wall

Ich habe inzwischen alle erdenklichen Sachen mit der Olympus ausprobiert, so auch HDRs. Es geht fast alles genauso gut oder sogar besser wie mit der großen Kleinbildkamera. Was sie nicht kann und wofür ich sie auch nicht verwenden werde, außer es ergibt sich gerade, sind Action-Sachen und extreme Lowlight-Aufnahmen aus der Hand.

Neugieriger Blick nach oben

Teilweise bin ich aber erstaunt was alles geht. Hier in einer wie üblich gering beleuchteten Kirche und mit entsprechender Brennweite und Blende (Panasonic 20/1.7), kann man sich nicht beklagen. Inzwischen habe ich alle Brennweiten zusammen, die ich als sinnvoll für das System erachte und bin gespannt was ich 2013 damit anstellen werde.

Seifenblasenkünstler

Aufnahmen auf der Straße haben mir 2012 mit am meisten Spaß gemacht, da ich zum ersten Mal mehr oder weniger unbeachtet das aufnehmen konnte, was mich interessiert hat.

"Im Flug"

Hier noch eine Aufnahme mit der E-PL3. Obwohl der Autofokus bei bewegten Motiven nicht ansatzweise mit der einer guten Spiegelreflex mithalten kann, habe ich doch das eine oder andere Motiv einfangen können. Ich werde das 2013 noch weiter üben. Mit einem 100-300 mm Zoom hat man fantastische Möglichkeiten. Solch ein Objektiv würde einem bei einer Spiegelreflex das Rückgrat brechen...und die Brieftasche leeren ;)

Möwen mit Panasonic 45-200 Zoom


Tele ist neben Makro einer der Stärken des kleinen Kamerasystems, bzw. des kleinen Sensors. 400 oder sogar 600 mm im Kleinbildäquivalent und das passend für ein Damenhandtäschen, sind schon ein großer Spaßfaktor. Auch Makros profitieren vom kleinen Sensor (Brennweite, Schärfentiefe) und daher werde ich mich mit diesen Themen im neuen Jahr bestimmt verstärkt beschäftigen.

"Masse und Gleichgewicht"


"Schafe besetzen deutsche Bank"

Auch das war für mich 2012 eine neue Erfahrung, problemlos Aufnahmen aus schwierigen Positionen machen können. Durch das Klappdisplay hat man es schon sehr viel einfacher.

Blaue Stunde mit orangem Mond - Pellworm

Für diese Freihandaufnahme habe ich dutzende Versuche gebraucht. Die kleine und leichte Kamera plus Tele und ein eher schlechtes Stabilisationssystem (egal ob im Kameragehäuse oder im Objektiv) waren da mein Feinde.


Bei gutem Licht habe ich im vergangenen Jahr, Dank der langen Brennweite, gerne mal den Blick nach oben gerichtet. Künstlerisch sicherlich absolut wertlos, aber mich hat es schon ein wenig fasziniert, die Details eines Flugzeugs so genau erkennen zu können. Freue mich schon darauf die "600 mm" im kommenden Sommer für sowas einzusetzen. Wobei es nicht nur Flugzeuge sein sollen, sondern natürlich auch Tiere. Aber auch Architektur! Was will er damit bei Architektur?! Details. Ich finde die vielen kleinen Details an alten Gebäuden sehr interessant. Diese kann man sonst nicht wirklich im Detail erkennen, z.B. kleine Figuren an einem Dom in großer Höhe. Ich denke ich werde 2013 mal eine kleine Serie von Bilder machen und mich dabei auf den Bremer Marktplatz beschränken. Bis jetzt waren sehr unpraktische 500 mm das Längste was ich zur Verfügung hatte.

"Rot und Grün"

Wenn mir dann der Arm weh tut, was bei so einer leichten Kamera einige Zeit dauern dürfte, werde ich mich den Straßenszenen zuwenden...so zumindest der Vorsatz.


Auch 2012 haben mir Aufnahmen von Bühnenevents Spaß gemacht. Hier sogar mit der E-PL3. Gab zwar weit mehr Ausschuss also gewöhnlich, aber für ein ungeplantes Geknipse durchaus in Ordnung.




"Shark attack!"

Das sind für mich genau die Aufnahmen, weswegen ich am liebsten immer eine Kamera zur Hand hätte. Mit Smartphone und Micro Four Thirds habe ich das 2012 wohl auch fast erreicht. Die einzige Chance noch einen Schnappschuss zu verpassen, ist die fehlende Vorahnung wann man die Kamera oder das Phone in die Hand nehmen muss.

Takelage

Kapitän?

Müssten das nicht 4 Streifen auf der Schulter sein?

Takelage II

Dank "Supertele" an der kleine mFT-Knipse war ich 2012 so nah dran wie nie zuvor. 2013 stehen noch ein paar Millimeter mehr zur Verfügung ;)

Schwindelfrei

Beim Anblick dieser Bilder kommt mir wieder eine Idee in den Sinn. Ob ich diese 2013 umsetzen kann, ist aber eher zweifelhaft. Ich wollte schon lange einmal mit einem Heißluftballon mitfahren und Aufnahmen aus großer Höhe machen. Auch mit einem lange Tele. Könnte mir vorstellen die damit erreichbaren Perspektiven könnten interessant sein und selbst schon bekannte Schauplätze völlig neu erscheinen lassen.



Ich hätte noch so viele Bilder die ich gerne zeigen würde...warum zeige ich dann das hier?! Na ja, wird schon seinen Grund haben ;)


Erst Kühe, nun ein Sonnenuntergang...was kommt noch?


Oh je, eine Taube! Gut, ich denke bevor das hier im Niveau weiter sinkt, mache ich mal an dieser Stelle Schluss.

Rückblickend war 2012 für mich ein recht spannendes Jahr. Es kam eine Menge Spielzeug dazu, ein paar wirklich neue Erfahrungen, wie z.B. die Studiofotografie und insgesamt kann ich mich über Gelegenheiten nicht beklagen. Ich hoffe Euer Jahr war ebenfalls erfolgreich und wünsche uns allen ein noch erfolgreicheres und spannenderes Jahr 2013!

Bis nächstes Jahr,
Gordon

Donnerstag, 27. Dezember 2012

2012 - Mein Jahresrückblick Teil 1

Wie auch im letzten Jahr, möchte ich einen Jahresrückblick mit vielen Bildern zeigen. Wie immer war die Auswahl der Themen und Fotos nicht leicht. Ich mache einfach zu viele Bilder und viele davon sind noch nicht einmal bearbeitet worden. Ich versuche trotzdem mal einen Querschnitt der für mich wichtigsten Bilder heraus zu suchen. Es sind sicherlich nicht immer gute Bilder, aber zumindest welche zu denen ich was zu
erzählen habe oder die mir persönlich aus verschiedenen Gründen gut gefallen oder wichtig sind. Ich hoffe für jeden ist das eine oder andere interessante Bild dabei und wünsche schon mal einen Guten Rutsch ins Jahr 2013.

2012 war für mich ein recht interessantes Jahr bezüglich meines Hobbys. Es war das Jahr in dem ein neues System kam, Micro Four Thirds. Außerdem hat ein kleiner Sinneswandel bei mir stattgefunden. Ging es die Jahre davor immer bergauf was Umfang und Qualität der Ausrüstung anging, habe ich nun bewusst den Rückwärtsgang eingelegt. Vom frühen Anfang mit Canon Kompaktknipse, über APS-C Spiegelreflex von Pentax und Nikon, bis hin zur Kleinbildkamera, habe ich mich steig gesteigert, um dann schließlich wieder ganz unten noch einmal anzufangen...mit einem Smartphone (Ganz unten - Fotografie mit dem Handy). Die für mich erstaunliche Erkenntnis, man kann auch mit so einfachen Mitteln gute Bilder machen, zumindest für meinen Anspruch. Die Einschränkung durch die Technik war sogar spannend und die nicht 100% technisch perfekten Bilder eine Herausforderung bei Aufnahme und Nachbearbeitung. Das hat mir soviel Spaß gemacht, dass ich mich entschloss eine sehr kompakte Systemkamera auszuprobieren (Die (neue) spiegellose WeltMit der E-PL3 auf Pellworm und in Büsum, u.a.). Heute ist dieses System mein Zweitsystem und wird mir sicherlich auch im nächsten Jahr gute Dienste leisten.

Zusammenfassend waren es die folgenden Themen die für mich das fotografische 2012 ausgemacht haben:

-Smartphone
-Mircro Four Thirds
-Studiofotografie, Landschaft und Street
-fotografieren mit Stativ
-Langzeitbelichtungen, HDR und sehr viel neue Erfahrungen mit Lightroom und Bildbearbeitung im Allgemeinen

Aufnahme mit Smartphone

Noch in keinem Jahr zuvor habe ich so viele Fotos mit Stativ gemacht. Und auch noch nie so viel Gewicht zu schleppen gehabt ;) Ich hatte schon Jahre vorher ein Stativ...wenn man diese Hama-Plastikteile überhaupt so bezeichnen mag. Wirklich Spaß gemacht hat es mir damit aber nie, also blieb es immer zuhause. Erst mit einem leider sehr schweren und großen Getriebeneiger (siehe Bild) konnte ich warm werden. Die Möglichkeit durch drehen an Rädern die Position exakt einstellen zu können, ohne das sich danach wieder was verstellen kann, war genau die Art von Stativfotografie die ich mir vorgestellt hatte. Dazu noch einen Funkfernauslöser und schon hatte ich den Gegenpol zur schnellen Fotografie. Fast ein wenig wie Angeln, zumindest genauso geruhsam.

Sonnenuntergang auf Pellworm mit Smartphone aufgenommen

Eigentlich hatte ich mir vom Nutzen eines Smartphones in Bezug auf Fotografie nicht viel versprochen. Und tatsächlich ist die Qualität und Bedienung auch unterirdisch schlecht im Vergleich zu einer guten Kamera. Aber trotzdem hat es mich gereizt alles aus diesen Bildchen heraus zu holen und Motive zu suchen wo so ein Smartphone noch funktioniert. Letztendlich hat mich das dann auch dazu bewogen, einer sehr kleinen spiegellosen Systemkamera eine Chance zu geben, einer Olympus E-PL3.

Landschaft mit Fotograf im Bild, Smartphone Sony Ericsson Arc S

Bevor es so weit war, habe ich aber eine Menge mit dem Handy fotografiert und war teilweise erschrocken wie gut man damit doch Bilder machen kann. Gerade das Auslösen über den Touchscreen fand ich intuitiv und praktisch. Einfach den Punkt antippen auf den fokussiert werden soll und "klack". Bei einem Motiv wie oben ist es natürlich egal wo man hintippt, da die Schärfentiefe bei der weitwinkeligen Handy-Optik und dem Winzig-Sensor ohnehin fast immer unendlich beträgt. Aber geht man ganz nah heran und der Hintergrund ist weit genug entfernt, kann man sogar ein wenig mit Unschärfe spielen und da ist die Funktion sehr praktisch.

Weser bei Hemelingen mit SWB-Kraftwerk im Hintergrund

Diese Szene habe ich inzwischen mit D700 und fettem Stativ, E-PL3/5 und Smartphone abgelichtet und wenn ich ehrlich sein soll, bei dieser Größe kann ich nicht auf Anhieb sagen mit welcher Kamera es gemacht wurde! Das spricht entweder für die geringen Unterschiede bei kleiner Ausgabegröße und guter Bearbeitung oder aber gegen meine Fähigkeiten technisch saubere Bilder zu erkennen ;)

Aus dem fahrenden Auto bei geschlossener Scheibe, Smartphone

Unschlagbar ist das Handy auf jeden Fall wenn es darum geht eine Kamera griffbereit zu haben. Selbst eine E-PL5 hat man nicht so schnell in der Hand wie das Smartphone in der Westentasche. Und obwohl ich versuche immer eine Kamera dabei zu haben, das Handy ist eigentlich immer zur Hand.

"Simulation" von Smartphone-Kamera-Apps

Ich verwende keine Kamera-Apps um den Handy-Bildern einen besonderen "Look" zu verleihen. Erstens mag ich diese Filter fast alle nicht und außerdem ist es mir zu unkreativ einfach "Art 7" auszuwählen. Wie bei allen Kameras und Bildern habe ich auch hier Lightroom verwendet. Wahrscheinlich nicht besser als die vielen "künstlerischen" Handybilder die man oft sieht, aber wohl auch nicht schlechter und zumindest so, wie ich es wollte.

Smartphone

Gerade wenn man nur mal eben mit dem Sohn spazieren geht, ist so ein Smartphone sehr viel praktischer als eine 5 kg-Spiegelreflexausrüstung.

"Deut...z", D700 + AF-S 70-200/2.8 VR II, 200 mm,  1.4 Telekonverter (=280 mm), Blende 2.8 (= ca. 4.0)

Natürlich wäre ich kein echter Freak, wenn ich nicht auch weiterhin in meine Spiegelreflexausrüstung investieren würde. Eines der wichtigsten Objektive ist das 70-200/2.8. Die alte Version gefiel mir schon sehr gut, aber hatte auch ihre Schwächen. Am langen Ende war die Leistung nicht mehr uneingeschränkt gut und die Randbereiche waren bei allen Brennweiten und Blenden nicht wirklich toll. Also habe ich schließlich das Alte gegen das Neue getauscht und das war die beste Entscheidung seit langem! Die neue Version ist wirklich perfekt in allen mir wichtigen Belangen und selbst ein Telekonverter kann der Abbildungsleistung kaum etwas anhaben; im Gegensatz zur alten Version, bei der ich kurz davor war den TK wieder zu verkaufen. Zwar schon 2011 gekauft, aber immer noch ein Highlight, auch 2012.

"Katzentest"

Etwas kürzere Brennweite, aber auch mit Telekonverter, das AF-S 70-200, eine meiner absoluten Lieblingslinsen.



Ach ja, das gab es ja auch noch. Mein letztes Bild im Nikon-Forum. Ich war schon in verschiedenen Foren und beim allerersten, dem Pentax-Forum, bin ich sogar noch angemeldet, obwohl ich dort seit Jahren nicht mehr hineingeschaut habe. Das Nikon-Forum war das erste, bei dem ich meinen Account habe löschen lassen und das lag nicht an den Kritiken zu diesem Bild (oder anderen). Ich bin auch keine Mimose, aber wenn ein Forum anfängt zu nerven und es keinen Spaß mehr macht, warum auch immer, sollte man keine Leichen liegen lassen und sich kommentarlos(!) daraus entfernen. Insgesamt eines der wenigen Foren, die mir nichts gebracht haben, nicht einmal Spaß...selbst Handeln konnte man dort nicht anständig.


Pferd im Regen

Tierfotografie interessiert mich eigentlich nicht besonders. Das hat sich auch 2012 nicht geändert. Tiere im Zoo gefallen mir nur selten, vor allem weil die fotografischen Bedingungen dort sehr schlecht sind und man immer irgendwelche Zoo-Teile mit im Bild hat, bzw. jeder erkennt, dass es Bilder aus dem Zoo sind. Für Aufnahmen in freier Wildbahn ist mein Wohnort nicht gerade ideal und die Geduld stundenlang auf einen Vogel oder ein Eichhörnchen zu warten, bringe ich anscheinend auch nicht mit. Daher beschränkt sich das bei mir auf solche Gelegenheitsschnappschüsse. Vielleicht ein Vorsatz für 2013, da nun ein 100-300 mm Zoom in der Tasche steckt? Man wird sehen.



Was mich dagegen immer mehr fasziniert sind Landschaftsaufnahmen. Dabei gibt es bei mir eigentlich nichts was in meinen Augen aufregend wäre, aber gerade das macht es für mich spannend. Halbwegs interessante Bilder von eigentlich öden Landstrichen sind ein Ziel auf das ich hinarbeite. Mehr sehen und anders sehen ist nicht einfach wenn man ständig von den gleichen Motiven umgeben ist. Denke da gibt es noch viel zu lernen.



Auch so ein Standardmotiv aus meinen Breitengraden. Zwar nicht direkt vor der Haustür, aber nicht weit entfernt. Hier mal ein Versuch dem Motiv etwas Neues abzugewinnen.



Rennende, fliegende oder sich sonstwie schnell bewegende Motive führen bei mir immer zu einem Jucken im Zeigefinger ;) Mit einer D700 und dem 70-200 gelingen die meisten Bilder.


"Lecker!"

Das sind immer diese kurzen Momente, wo man entweder Glück haben oder schon erahnen muss was passieren wird. In diesem Fall weiß ich es ehrlich gesagt gar nicht mehr...ich denke es war Glück.



In diesem Jahr habe ich versucht mich mehr um Formen und Licht zu kümmern. Statt nur das Motiv zu sehen, schaue ich vermehrt auf Reflektionen, Schatten, Spiegelungen, Farben oder auch einfach nur auf abstrakte Muster oder Wiederholungen von Formen. Der Gegenstand ist dabei nicht so sehr von Bedeutung, sondern vielmehr seine Anmutung aufgrund der Lichtbedingungen oder der Kontext oder Rhythmus in dem sich etwas befindet oder wiederholt. Nicht einfach für einen Techniker, aber sehr spannend und ich denke ich kriege so langsam einen Zugang zu diesen künstlerischen Aspekten. Wann ich damit wirklich umgehen kann, steht freilich auf einem anderen Blatt.



Ach ja, Schwarzweiß war und ist auch so ein permanentes Thema für mich. Farbfilter, Gradationsexperimente und vor allem die Suche nach Motiven bei denen Form, Struktur und Licht für sich alleine stehen und Farbe nicht notwendig ist. Ich bin da sicherlich noch weit davon entfernt es zu verstehen, aber es macht Spaß und darauf kommt es mir an. Teilweise sehe ich schon Motive die Schwarzweiß sein müssen, teilweise entscheide ich das aber auch erst zuhause am Rechner. Denke ich werde 2013 wieder Touren nur mit einem "SW-Film" in der Kamera unternehmen.


"Abflug"

Auf Events, Sport oder Bühne, versuche ich meistens Bewegung bis zum absoluten Nullpunkt einzufrieren. Mir gefallen diese Aufnahmen einfach, da sie einen unendlich kurzen Punkt in einem Bewegungsablauf sichtbar machen. Das Gegenteil davon, also die Andeutung von Bewegung durch Unschärfe, finde ich aber auch immer spannender. Das hier ist provoziert, wie ich zu meiner Schande gestehen muss. Man wird doch noch mal Husten dürfen oder?! :)



Als Kind war ich regelrecht verliebt in dieses Auto; so niedlich!


Aufgenommen in Mainz bei der Rheingoldhalle

Die Pausen und Abende in Mainz, wo ich die JAX besucht habe, eine Java-Entwickler-Messe, habe ich mit kurzen Fototouren gefüllt. Eine neue Szenerie bringt wirklich Spaß. Die Bilder werden wahrscheinlich nicht besser, aber es macht einfach Laune die Gegend nach Motiven zu erkunden.



Mainz ist rot! Noch nie habe ich so viele Schattierungen von Rottönen in einer Stadt gesehen. Wirklich sehr fotogen (Ein kurzer Gang durch Mainz)



Licht und Schatten. Ich muss einfach noch mehr danach suchen.


AF-S 70-200 mit Canon Achromat 

Noch ein Zubehörteil was ich gekauft und schnell wieder verkauft habe. Nicht weil es nicht getaugt hätte, sondern weil es mir zu umständlich war. Die Rede ist von einem sehr hochwertigen Achromaten, dem Canon 500D/72mm. Mit dieser Vorsatzoptik verkürzt man die Nahgrenze eines Objektivs und erhält so einen größeren Abbildungsmaßstab...man kann näher 'ran und alles wird größer ;) Die Abbildungsleistung mit dem Achromaten war wirklich sehr gut, aber ein echtes Makro hat es nicht ersetzt und Gewicht, Größe und Handhabung waren mir dann doch nicht gut genug.



Ein kurzer Ausflug in das APS-C-Land mit der Nikon D7000. Die Kamera gefiel mir gar nicht! Autofokus unzuverlässig, Rauschverhalten zwar gut, aber angesichts der Größe gegenüber einer D700 zu schlecht um als Zweitkamera eine Existenzberechtigung zu haben. Für mich ist APS-C tot, vor allem seit es wirklich kompakte Systemkameras gibt, die nicht wesentlich schlechter sind. Für Sport und Action verwende ich lieber die Kleinbildkamera, für alles andere oder als leichte Variante lieber eine sehr kleine Systemkamera ohne Spiegel. Aber es gibt sicherlich auch Gründe für APS-C...noch...aber nicht für mich.


"Naturkundeunterricht"



Das Galopprennen, welches ich fast jedes Mal in den letzten paar Jahren besucht habe, hat mich dieses Jahr nicht so in den Bann gezogen. Lag vielleicht am Wetter oder den Gelegenheiten...oder auch einfach nur daran, dass ich schon so oft da war. Ziemlich schade, denn inzwischen ist die Galopprennbahn in Bremen pleite und ist dicht gemacht worden (oder wird es demnächst).


"Dirty face"

Zumindest war es mal wieder eine gute Gelegenheit meine Skills in Sachen Action-Fotografie zu schulen. Mit einer modernen und guten Spiegelreflex sicherlich keine allzu schwere Übung, aber so einfach dann auch wieder nicht.



Wie nennt man weibliche Jockeys?



Dynamikerweiterung per HDR-Technik hat mich auch dieses Jahr beschäftigt. Hier vielleicht nicht offensichtlich notwendig und vordergründig, aber mir geht es auch nicht darum HDR als Kunstform zu verwenden, sondern einfach darum ein paar Blendenstufen an Dynamik zu gewinnen.


Herrenhäuser Gärten in Hannover

Zum Vatertag eine kleine Sauftour durch Hannover. Natürlich mit Kamera in der freien Hand ;)


Ein praktisches Hilfsmittel für den Transport der Wegzehrung.

Herrenhäuser Gärten in Hannover

Herrenhäuser Gärten in Hannover

Manchmal wird man vom eigentlichen Motiv etwas abgelenkt, gerade am Vatertag ;)




Hemelinger Hafen in Bremen

HDR und Langzeitbelichtung vom Stativ war wie gesagt ein großes Thema für mich 2012. Hier ist beides vereint, lange Belichtungszeiten und HDR-Technik. Den letzten Schlief kriegen die Bilder wie immer in Lightroom, auch wenn ich für HDRs ein kleines externes Tool verwende (SNS-HDR: Die Freeware-Variante im Non-HDR-Test).

Hier endet Teil 1. Würde mich frühen, wenn wir uns in Teil 2 wiedersehen.

Danke,
Gordon

Dienstag, 4. Dezember 2012

D700 vs E-PL5 - ein ISO-Vergleich

Hallo Freunde der unwissenschaftlichen und amateurhaft gemachten Testreihen! Heute sehen sie einen Vergleich zwischen der Olympus E-PL5 und der Nikon D700 bezüglich der Abbildungsleistung bei verschiedenen ISO-Einstellungen.

Im Ernst: mit diesem Test will ich weder die eine, noch die andere Kamera als besser oder schlechter darstellen, dafür sind sie schlicht zu unterschiedlich. ISO, bzw. Rauschen ist nur ein Faktor von vielen, der bei der Auswahl des richtigen Werkzeugs für den jeweiligen Zweck eine Rolle spielt. Mich hat einfach persönlich interessiert was man der kleinen Kamera noch zumuten kann und wo man sie bei wenig Licht noch bedenkenlos einsetzen kann. Um gleich mit der Tür ins Haus zu fallen, mein Fazit, unabhängig von diesen Testbildchen, man kann alles unter ISO 1600 gut bei sehr geringem Licht verwenden. Insgesamt erreicht man aber nicht die Rauschfreiheit der nicht mehr wirklich aktuellen D700, auch nicht bei ISO 200 (Basis-Empfindlichkeit). Aber beurteilt das lieber für euch selbst.

Voraussetzungen:
-RAW (beide)
-Stativ (beide, unterschiedlich da E-PL5 nicht auf Getriebenneiger passt)
-Funkfernauslöser (gleicher bei beiden)
-Spiegelvorauslösung, bzw. 2 Sekunden "Ruhepause" für die E-PL5
-schwache Kunstlichtbeleuchtung (Glühlampe + Energiesparlampe)
-manuelle Belichtung über Belichtungsmesser der Kamera (beide)
-Korrektur der Belichtung im RAW-Konverter Lightroom 4.3 RC für D700 um - 1/3 Blende da die E-PL5 dunkler war (T-Stop? Messung? Ausschnitt? ISO-Wert?)
-Anpassung des Weißabgleichs nach Augenmaß
-Gleiche Schärfung und keine Rauschunterdrückung bei beiden => identische Einstellungen in LR, soweit man es sehen kann!
-Wohnzimmertisch und Plüschtiger (ca. 1 m lang ohne Schwanz) und passend zur Jahreszeit Nussknacker.
-D700: AF-S 50/1.8 (gutes, aber nicht gerade hochwertiges Objektiv)
-E-PL5: PanaLeica 25/1.4, Blende bei beiden f2.8 => deutlich geringere Schärfentiefe bei D700.

Viel Spaß bei der Analyse. Bin gespannt auf eure Kommentare.


Das gesamte Bild. Alle folgenden Bilder sind 100%-Ausschnitte


ISO 200:





ISO 400:



Dürfte defokussiert sein. Der Kontrast-AF der E-PL5 scheint auch bei wenig Licht exakter zu sein als der Phasen-AF der Nikon. Kleinere Ausreißer sind beim Phasen-AF normal...+/-5 % würde ich schätzen. Bei "kaum noch Licht" ist der Phasen-AF nach meiner Erfahrung aber wieder vorne, da der Kontrast-AF dann sehr viel pumpt und teilweise gar nicht mehr funktioniert. Bei der D700 kann es übrigens bei kritischen Motiven nicht schaden AF-C zu verwenden (sehr viel besser als bei E-PL5) und die Serienbildfunktion zu verwenden, um so einen Treffer zu landen, da während der Serie weiter fokussiert wird.

ISO 800:





Ab hier sieht man meiner Meinung nach schon deutlich einen Unterschied. Die D700 als Kleinbildkamera ist deutlich sauberer. Bei der erstmal schärfer erscheinenden Abbildung der E-PL5 muss die größere Schärfentiefe und vor allem die notwendige Rauschreduktion berücksichtigt werden, die man für das fertige Bild anwenden muss. Aber gut, ich wollte euch ja die Beurteilung überlassen ;-)

ISO 1600:



Ich kann ja meine Klappe nicht halten :-) ISO 1600 bei der D700 sehen für mich fast aus wie ISO 800 bei der E-PL5. Das würde ca. einer Blendenstufe entsprechen. Interessanterweise entspricht das aber nicht meinen Erfahrungen bei Alltags-Bildern! Da sind es dann doch eher 1,5 bis 2 Blendenstufen Unterschied...warum auch immer. Ist halt eine sehr subjektive Sache und hängt sehr stark vom Motiv ab.

ISO 3200:




ISO 6400:




Eine abschließende Bemerkung muss ich noch loswerden. Die Ergebnisse hier überraschen mich. Ich habe das nun schon mehrmals so oder so ähnlich gemacht, also "getestet", und irgendwie passt das nicht zu dem was ich bei normalen Aufnahmen erfahre. Hier sieht der Unterschied nicht so sonderlich gewaltig aus, aber in normalen Aufnahmen, und davon habe ich sehr, sehr viele mit der D700 gemacht, und schon recht viele mit der E-PL5, ist der Unterschied gravierender. Die Aufnahmen mit der D700 sind bis ISO 2000 auch bei extrem schlechtem Licht für mein Empfinden so sauber, dass oft nur sehr wenig Rauschreduktion notwendig ist. Bei der E-PL5 kommt mir alles ab spätestens 800 schon so verrauscht vor, dass ich am Regler ziehe...obwohl die Detailauflösung höher zu sein scheint. Auch die Endergebnisse sehen bei der D700 besser aus. Bei gewissen Motiven weniger detailliert, aber insgesamt viel sauberer und knackiger. Das kann natürlich an meinem Workflow in LR liegen. Wobei ich mir sehr viel Mühe gegeben habe, das Optimum bei der E-PL5 heraus zu holen (auch durch Vergleiche der JPEGs und der RAW-Entwicklung über den Olympus Viewer 2). Na ja, ich schreibe schon wieder zu viel ;-) Macht euch euer eigenes Bild von meinem "Test". Ich finde die ISO-Leistung der E-PL5 jedenfalls grandios, sogar im Vergleich mit meinem Kleinbild-Ziegelstein, zumindest wenn ich die Größe und Gewicht der System mit in die Gleichung nehme.

Danke und Grüße,
Gordon