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Samstag, 25. Juni 2016

Keine Sonne, kein interessanter Ort, keine Fotos! Oder doch?

Jeder kennt diese Tage. Man ist schon die ganze Zeit total heiß darauf raus zu fahren und Fotos zu machen und wenn man dann endlich kann, passt mal wieder gar nichts! Statt Sonne bedeckter Himmel und Regenschauer. Statt einer tollen neuen Location kommt maximal der Baggersee um die Ecke in Frage, der schon bei Sonne irgendwie langweilig ist. Und auch sonst ist irgendwie nichts in Sicht, was das Fotografenherz aus dem Ruhepuls bringt. Also bleibt man am besten zuhause und ärgert sich? Nein! Zumindest ich entscheide mich häufig trotzdem loszuziehen.

Aber was bringt einem das? Nun, erstmal kommt man überhaupt vor die Tür. Macht eine Radtour, Wanderung oder was auch immer. Außerdem kann man nie wissen, ob nicht doch das Motiv des Jahres da draußen lauert und abgeschossen werden will. Wenn nicht, hat man immer noch die Möglichkeit ein paar Sachen auszuprobieren und mal zu schauen, was man aus "nichts" alles machen kann.


Achterdieksee bei Gewitterwetter
Es war schon spät, es war schrecklich schwül warm und der Himmel wolkenverhangen. Gewitter und
Schauer waren angesagt. Ich habe dann trotzdem meine kleinste Fototasche mit der Olympus und einem einzigen Standardzoom-Objektiv gepackt und mich auf das Rad geschwungen.
Da ich keine Lust hatte allzu weit zu fahren, war schon spät und bei einem Schauer wollte ich nicht erst 2 Stunden Fahrt nach Hause vor mir haben, bin ich ohne die geringsten Erwartungen zum nächsten Baggersee gefahren. Ich hoffe doch mal, der Achterdieksee ist ein Baggersee?!

Dort angekommen traf ich erstmal das erwartete Mistwetter an. Null Sonne, leichter Regen und trotzdem schwitzig ohne Ende. Nach ca. 1 Stunde konnte man dann das Gewitter anrollen hören und plötzlich riss die Wolkendecke stellenweise auf.


Man kann hier sehen, wie schmal das Wolkenband geöffnet war. Das war fast schon ein Spotlight.



Hier noch mal eine Panoramaversion (unecht, nur Beschnitt) dieser Lichtsituation ein paar Minuten später.

Das gefiel mir schon mal ganz gut. War der Weg also doch nicht ganz umsonst. Die Spiegelungen am See, zusammen mit diesem Licht und Himmel, hatten schon was, fand ich...und finde ich noch.


Merkwürdiges Lichtphänomen über dem Achterdieksee

Das Gewitter kam immer näher und es war nur noch eine Frage von Minuten, bis der Abstand zwischen Blitz und Donne deutlich unter 5 Sekunden liegen würde. Plötzlich habe ich diese Lichterscheinung hier entdeckt. Man sieht eine einzelne Wolke, die durch die Sonne orange angeleuchtet wird und irgendwas, was ich nicht deuten kann. Ich meine diesen regenbogenartigen "Stummel" links neber der kleinen Wolke. Sieht man auf dieser Aufnahme vielleicht besser:


Ist kein Lensflare, da man es auch mit den Augen so gesehen hat. Sieht auch nicht nach einem Regenbogen aus. Keine Ahnung was es ist und ob es dafür einen Namen gibt. War aber spannend zu beobachten und zu fotografieren. Es war übrigens viele Minuten zu sehen, weit länger als die meisten Regenbögen oder "Lichtfinger", die durch die Wolken stoßen.


Leichtes Gewitter in der Nähe des Achterdieksees

Und dann war es da das Gewitter! Nicht sehr heftig und auch nicht wirklich sehr nah. Aber für eine einzige brauchbare Aufnahme hat es gereicht. Das aufnehmen von Gewittern ist übrigens mit der Olympus E-M1 ein Kinderspiel! Normalerweise macht man das mit einer Technik wie hier beschrieben: Rummsbumms auf Rügen - Gewitterfotografie
Mit dem additiven Verfahren der neuen Oly "Live Composite" geht es aber einfacher. Man kann quasi eine unbegrenzt lange Belichtung machen und einfach warten, bis einer oder sogar mehrere Blitze im Kasten sind. Dementsprechend habe ich einfach die Kamera auf das Stativ gestellt und bestimmt 45 Minuten abgewartet (in ca. 5 Anläufen).

Für die Technik-Freaks ganz kurz erläutert: die Kamera macht eine initiale Aufnahme mit passender Belichtung und dann in einstellbarer Frequenz weitere Aufnahmen, bei denen aber nur die Änderungen gegenüber des ersten Bildes hinzugefügt werden. Da man die Zeit nicht kürzer als 0,5 Sekunden wählen kann, braucht man ggfs. einen Graufilter.

Nach dieser Aufnahme habe ich mich dann wieder auf den Heimweg gemacht und war irgendwie happy. Ich bin bei der Hitze nicht in der Bude den Hitzetod gestorben, habe mein neues Rad wieder bewegt und sogar ein paar ganz nette Bilder machen können. Was will man mehr?


Schleichweg am Mahndorfer See

Es geht aber sogar noch hoffnungsloser ;) An einem wirklich miesen Tag, nicht mal Gewitter waren angesagt, habe ich mich zum Mahndorfer See aufgemacht. Das sind auch nur ca. 15 Minuten mit dem Rad von mir aus. Wieder im Gepäck die Oly mit dem 12-40/2.8-Zoom; sonst nichts. Meine Motivation oder Ausrede(?) war diesmal auch das Geocaching. Ein wirklich gutes Hobby für Fotografen, weil man Orte findet, die man sonst nicht findet. Wer nicht weiß was Geocaching ist...tja, Pech gehabt Muggel :)


Das Licht war wirklich nicht toll, also mussten irgendwelche Ideen her. Eine Standardidee ist natürlich ein nicht ganz so gewöhnlicher Blickwinkel. Hier ungefähr die Höhe in der Hocke. Durch das Klappdisplay der Oly braucht man dafür ja nicht einmal im Dreck liegen.

So, nun bitte alle wegschauen, die mit HDRs nichts anfangen können ;) Gegen meine eigene Überzeugung, habe ich auch mal ein extremeres HDR gemacht.

HDR einer eher langweiligen Szene
Der Himmel war wirklich lahm. Das Licht kalt und es gab quasi keine Schatten oder Lichtreflexe. Schon irre, was man mit HDR und Lightroom da noch rausholen kann. Ob einem das gefällt, ist wieder eine andere Frage. Ich würde es bevorzugen diese Szene bei natürlich gutem Licht und Himmel zu fotografieren. Aber HDR (Teufelszeug!) hat schon so seine Faszination.



Hier noch eine vielleicht etwas besser gelungene Variante.



Was ich auch immer gerne versuche sind Texturen. Das Kornfeld kam dafür gerade recht.


HDR - Mahndorfer See
Am See angekommen, war das Licht immer noch mau. Also habe ich einfach versucht die interessanteste Stelle zu finden und darauf vertraut, dass ich zuhause schon irgendwas daraus zaubern kann. Außerdem ist ja auch die Stimmung bei solch einem Wetter eine Stimmung, welche man versuchen kann in einem Foto wiederzugeben. Ob das hier gelungen ist, weiß ich nicht. Entspricht für mich schon dem Eindruck vor Ort.



See = Spiegelungen. Da das Wasser meistens sehr glatt ist, kann man immer irgendwas mit Spiegelungen machen.



Sieht fast so aus wie am Achterdieksee.



Wieder ein HDR. Die Reflektion der Wolken fand ich gut und den langsam aufziehenden Dunst über dem Wasser.



Hier ohne HDR ein wenig größer, so dass man den Dunst besser sehen kann.


Ja, was kann man sonst noch machen, wenn das Wetter nicht so der Bringer ist, man aber trotzdem lieber draußen ist um da Fotos zu machen? Makros zum Beispiel. Oder sagen wir mal, Macro to go :)


Blümchen mit dem Supertele im Vorbeigehen...



oder den Käfer am Waldboden...


oder halt auch mal eine Aktaufnahme ;)

Es gibt natürlich draußen nicht nur Natur, sondern auch Architektur. Oder um es weniger hochtrabend zu machen, irgendwelche Gebäude. Hier z.B. ein Beobachtungsturm aus Holz in einem Naturschutzgebiet.


Das konnte ich dann auch noch mit einer technischen Herausforderung kombinieren, Gegenlicht und zu hoher Helligkeitsunterschied.

HDR
Die Sonne war zwar nicht zu sehen, aber der weiße Himmel und die geringe Ausleuchtung in dem Holzturm waren eindeutig zu viel für eine Einzelaufnahme mit der Oly. Auch mit so etwas kann man sich über das schlechte Wetter hinwegtrösten. Wer weiß, wann man das mal bei einem wirklich guten Motiv brauchen kann?!

Einzelaufnahme mit Einsatz von digitalen Farbfiltern bei Schwarzweißkonvertierung

Man sollte sich ohnehin nicht so sehr von dem was man vor Ort sieht oder auf dem Display entmutigen lassen. Wer der Bildbearbeitung nicht total negativ gegenüber eingestellt ist, kann zuhause am Rechner noch das eine oder andere interessante Bild erzeugen. Hier habe ich einfach die Farbfilter in Lightroom verwendet, um bei der Schwarzweißkonvertierung die dunkelgrünen Blätter fast weiß erscheinen zu lassen.

Okay, was wollte ich hiermit sagen? Eigentlich nur, dass man auch Fotografieren gehen sollte, wenn man meint es wäre sinnlos. Irgendwas findet sich immer und wenn nicht, dann hat man trotzdem seine Sinne bei der Suche geschärft und eventuell ein paar Sachen ausprobiert und verfeinert. Der Weg ist das Ziel. Teilweise können die vermeintlich idealen Bedingungen einen mehr blockieren, als vermeintlich schlechte Bedingungen für gute Fotos.

Ich hoffe, ich konnte euch ein wenig inspirieren oder zumindest ermutigen. Morgen ist übrigens wie heute Dauerregen wahrscheinlich...ich denke ich gehen Pfützen knipsen ;)

Grüße,
Gordon

Dienstag, 7. Juni 2016

Landschafts-HDRs mit Micro Four Thirds

Au ha, was für ein (dämlicher) Titel ;) Mir fällt aber gerade kein besserer ein.

Egal, worum geht es? Ich bin letzte Woche noch mal kurz mit dem Rad in die nähere Umgebung gefahren und habe meine kleine Olympus-Ausrüstung mitgenommen. Das Wetter versprach ganz interessant zu werden. Sehr warm, relativ feucht, Gewitter waren nicht ausgeschlossen. So etwas ergibt oft interessante Wolken und damit spannendes Licht.
Also das Rad gesattelt, mittleres Stativ, Oly EM1, ein paar wenige Objektive und ab dafür.

Olympus E-M1, Panasonic 14/2.5@7.1, Einzelaufnahme

Der erste Stopp auf einem kleinen Feldweg und die erste Peilung der Lage. Das könnte was werden. Gewitter konnte ich da noch nicht erspüren, aber muss ja auch nicht so unbedingt, wenn man mitten auf dem Feld steht und der nächste sichere Unterschlupf 5 Kilometer entfernt ist. Auch mit dem Rad schafft man das meistens nicht mehr, wenn man nicht übervorsichtig ist und schon sehr früh und damit oft grundlos losbrettert. Tipp: Regenradar-App für das Smartphone verwenden! Damit kann man halbwegs exakt erkennen, ob sich eine Regenfront auf einen zu walzt.


Einzelaufnahme

Diese nicht sonderlich tolle Aufnahme zeige ich, um den Unterschied in der Lichtstimmung zu zeigen. Ist der gleiche Standpunkt und fast Zeitpunkt, wie beim Bild oben. Allerdings nicht gegen die Sonne fotografiert.


14mm, HDR aus der Hand, 3 Einzelbilder, +/- 1 EV


So langsam kam ein wenig Dramatik in den Himmel. Musste und wollte gegen die Sonne fotografieren, was natürlich ein Dynamikproblem ergab. Ich fand den Vordergrund gut genug, um ihn nicht absaufen lassen zu wollen und den Himmel wollte ich definitiv mit allen Schattierungen auf dem Foto haben. Also habe ich ein HDR gemacht (siehe auch: SNS-HDR: Die Freeware-Variante im Non-HDR-Test ).


Freihand-HDR wie oben

Ich bin dann einfach auf dem Feldweg geblieben und habe abgewartet, wie sich die Sache so entwickelt. Der komische orange-gelbe Fleck ist übrigens nicht wirklich die Sonne, sondern eine Reflektion im Objektiv (siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Lens_Flare). Hätte ich rausstempeln können, aber irgendwie gefällt mir diese "Bildstörung". Keine Ahnung wieso. Denke es ist der Startpunkt für das Auge des Betrachters und macht das Bild interessanter.


HDR

Wenn ich mich erstmal in eine Szene verbissen habe, lasse ich wie Waldi von nebenan nicht so schnell wieder los :) Baum vor Sonne, mit Himmel und Co. ist wohl gerade mein "Ding", wie man auch hier sehen kann: "Landschaftsimpressionen aus Bremen und "umzu".


HDR
Das Schöne an der von mir verwendeten Freeware HDR-Software ist, dass man sie auf sehr dezent stellen kann. Okay, gibt sowieso nur eine handvoll Presets, die man einstellen kann. Aber mir reicht das. Den Rest mache ich dann in Lightroom, in dem ich das TIFF (16-Bit) noch weiter bearbeite.

Natürlich ist hier ein wenig mehr auf dem Foto, als in der Realität zu sehen gewesen ist. Aber mir geht es darum den Eindruck wiederzugeben, nicht ein Beweisfoto anzufertigen. Alle Elemente auf dem Bild sind echt, vom Weg über die Bäume, bis hin zu den Sonnenstrahlen und Wolken. Es ist (hier) nichts wegretuschiert.


HDR
Wenn man ein wenig mehr auf die Tube beim Mini-HDR-Tool drückt, kriegt schon etwas surrealere Szenen.


Einzelaufnahme mit Olympus 45/1.8@7.1
Da ich die Lichtfinger und die vielschichtigen Wolken sehr interessant fand, habe ich mal ein reines Wolkenbild probiert. Dafür brauchte ich kein HDR anzufertigen. Der Dynamikumfang war gering genug und es gab nicht diesen starken Unterschied in der Helligkeit zwischen Himmel und Boden.



Einzelaufnahme
Auch ohne HDR-Technik kann man natürlich solche Aufnahmen machen. Wenn die Sonne nicht mehr direkt sichtbar ist, kriegt man das mit guter Belichtung und ein wenig Bearbeitung auch hin.


HDR, sehr stark

Nimmt man den Boden wieder dazu, so dass man dort auch was erkennen kann, muss man aber meistens schon wieder in die Trickkiste greifen. In dieser Aufnahme...in diesem Foto...äh...in diesem Bild ;) habe ich mal das Gaspedal voll durchgetreten. Das sieht nun definitiv nicht mehr so aus, wie man das mit den Augen wahrgenommen hat. Ich fand den Lichtfächer und alles aber so geil (ups), dass ich das einfach mal machen wollte. Es gibt in meinen Augen weit, weit schlimmere Beispiele von HDRs und total übersättigten und quietschbunten Landschaftsaufnahmen in den einschlägigen Foren und Portalen zu sehen, als das hier; nur meine Meinung.


Einzelaufnahme, starke Bearbeitung

Der Tag neigte sich dem Ende entgegen. Die letzte Aufnahme vor der Heimfahrt war angesagt, da es nun auch verdächtig nach Regen und Gewitter aussah.

Das Stativ habe ich übrigens nie aufgebaut. Der Stabi der Oly und die meistens verwendete weitwinklige Brennweite, gekoppelt mit der ultraschnellen Serienbildgeschwindigkeit, machten es schlicht überflüssig.

Vielleicht haben die Bilder Euch ja ein wenig gefallen und auch ein wenig angeregt, würde mich freuen.

Vielen Dank,
Gordon

Montag, 30. Mai 2016

Neues Fahrrad - Nur ein paar Bilder

Ich baller ja gerne sehr viele Bilder pro Post 'raus. Diesmal bin ich bescheiden(er) ;)  Das Wetter war am Wochenende jetzt nicht so der Brüller, daher ergab sich einfach nicht viel mehr.

Olympus E-M1, Panasonic 24/2.5@5.6

Ich habe endlich ein neues Fahrrad! Meine alte Mühle hat schon seit mehreren Jahren ihre beste Zeit hinter sich. Aber irgendwie konnte ich mich nie dazu durchringen ein neues zu kaufen. Ich habe ein paar Mal geschaut, aber irgendwie war nie was dabei. So 100% ist das Teil hier auch nicht mein Traumrad. Aber ist okay, denke ich. Zumindest ist es leichter und fährt sich viel lockerer als mein alter Panzer. 23 km/h gehen hier tatsächlich mehr als nur 3 Sekunden ;)


wie oben

Durch die höhere Geschwindigkeit oder besser gesagt, durch den geringeren Kraftaufwand, hat sich mein Aktionsradius enorm erweitert. So habe ich nun endlich auch mal abends Strecken abfahren können, die ich mit dem alten Rad nicht gefahren bin. Neue Motive können nie schaden!



Freihand-HDR, ansonsten wie oben

Hier war die Tour eigentlich schon vorbei. Ich wollte schon umdrehen, habe dann aber noch wenige hundert Meter voraus auf meinem Navi eine kleine Brücke gesehen und dachte mir: "Da fahr ich noch mal eben hin!". Welcher Wümme-Arm das war, weiß ich nicht mehr. Aber die gerade versinkende Sonne hat mich noch einmal die Kamera aus der Tasche ziehen lassen. HDR, also mehrere Aufnahmen mit unterschiedlicher Belichtung, die nachher am Rechner mit spezieller Software verrechnet werden und so eine Zusammenfassung von größeren Helligkeitsunterschieden ermöglichen, verwende ich fast immer nur als Werkzeug. Ich will damit einfach nur ein Bild erzeugen, auf dem das zu sehen ist, was man auch mit dem Auge sieht, die Kamera aber nicht aufnehmen kann (auch technischen Gründen). So etwas aus der Hand aufzunehmen, ist nicht so ganz leicht. Die Bilder sollten deckungsgleich sein. Zwar schiebt die Software die Einzelbilder automatisch so hin, das es passen sollte, aber wenn die Abweichung durch verwackeln zu groß ist, klappt das nicht mehr. Das Brückengeländer und Atemtechnik haben aber gereicht. Längste Zeit war eine 1/50.


Am Sonntag war das Wetter dann total für den Ar....Hintern ;) Zwar nicht wirklich kalt, aber regnerisch und diesig und wolkenverhangen. Da gehen eigentlich nur makro-artige Sachen halbwegs.

Olympus E-M1 mit Olympus 40-150/2.8 Objektiv

Auf dem Sonntagsspaziergang habe ich daher die zahlreichen Schnecken als Motiv gewählt. Die krochen über die Wege, hingen in Büschen oder an Bäumen. Man musste sie nicht suchen, es waren tausende.


wie oben

Schneckenfutter? Ich habe ehrlich gesagt keine große Ahnung von den Tierchen. Sind aber als Fotomotiv immer gerne gesehen...nur nicht im eigenen Garten?! Bin mir nicht mal sicher, ob sie wirklich gefährliche Schädlinge sind.


wie oben

Schädlich für meine Kamera sind sie aber nicht ;)

Bin auf weitere Motive gespannt, die ich mit dem neuen Rad vielleicht finde. Macht wirklich einen Unterschied, ob man nach 2 Stunden mit müden 17km/h schon keinen Bock mehr hat oder ob man locker mit >=20 km/h mehr als 2 Stunden durch die Landschaft radelt. Der Rückweg verliert einfach seinen Schrecken, so dass man die nächste Ecke halt doch noch mitnimmt.

Viele Dank und Grüße,
Gordon

Freitag, 20. Mai 2016

Landschaftsimpressionen aus Bremen und "umzu"

Hallo,

das Wetter kommt so langsam in der Rad- und Knipstourphase an. Also habe ich mich mal wieder auf den Weg gemacht und die verstaubten Stativ- und Menschenbeine ein wenig entstaubt ;) Die Bilder von 2 Radtouren möchte ich jetzt zeigen.


An der Wümme startet meistens meine Fototour richtig. Der Weg dorthin ist fotografisch gesehen weniger spannend. Das Wetter war hier schon recht ordentlich. Nicht zu kalt, nicht zu warm und vor allem trocken.



Dieses Foto hat eine Minigeschichte. Ich beschäftige mich seit ein paar Monaten intensiver mit Geocaching (https://www.geocaching.com) und hier war ich gerade bei der Suche nach einem "Schatz" und fand Licht und Struktur ganz spannend.



Ich bin ein absoluter Abendstimmungs-Freak! Der Auslöser klickt in den letzten 2 Stunden bis zur Dunkelheit bei mir sehr viel öfter als sonst, wenn ich in der Landschaft oder auch der Stadt unterwegs bin.



Ich mag einfach das warme und weiche Licht...



Auch Gegenlicht ist für mich kein No-Go, im Gegenteil!



Hier habe ich mal ein wenig auf die Kitschig-Taste gedrückt ;)



Sonnenuntergang...geht ja gar nicht, zu kitschig...typisch Urlaubsfotografie halt. Öh...nö! Nicht für mich. Für so etwas schleppe ich mein schweres Holzstativ durch die Landschaft, lasse mich von Insekten fressen und warte stundenlang. Also eher Arbeit als Urlaub.



Und wenn alles passt, ist der Mond auch noch an der Reihe!

Diese Aufnahmen sind übrigens alle mit der Olympus E-M1 gemacht worden. Die nachfolgenden mit meiner Nikon D800. Einen Unterschied wird man hier wohl kaum sehen können. Teilweise war mir selber nicht klar, was ich da gerade in der Entwicklung hatte :) Okay, wenn man reinzoomt und an den Regler zupft, merkt man es sehr schnell. Aber schon grandios was mit der Oly da so geht!



Wäre die hässlichen Flatterbandfähnchen nicht, wäre das Bild "perfekt".



Eine relativ ungewöhnliche Aufnahme. Nicht wegen des Motivs, sondern wegen des Objektivs. Ich war ja explizit unterwegs um Landschaftsaufnahmen zu machen. Da ich keine Lust auf Schlepperei hatte, war nur das Sigma 35 (Sigma 35mm F1.4 DG HSM (Art) - Testbilder bei Sonne...) in meiner Tasche und damit auf der Kamera. Da ein Zaun im Weg war, musste ich in der Hocke durch den Zaun durchfotografieren...dürfte ein Elektrozaun gewesen sein...BSSSSSSSSSS! :)



Hier bin ich in der Nähe von Sagehorn und Oyten. Auch diese Location ergab sich durch meine Versuche mit Geocaching. Übrigens schon recht erfolgreich. Der "Schatz" wurde von mir schnell geborgen, wie man so schön sagt.



Mal direkt in den Himmel geknipst. Macht man ja nicht...oder?



Hier mal eine Aufnahme von einem Hochsitz aus. Die Sonnenstrahlen sind nur durch das Objektiv verursachte "Störungen". Sind aber gewollt. Sie treten durch Beugungseffekt an den Blendenlamellen oder Hindernissen in der Szene auf. Ist ein etwas komplexeres Thema. Zumindest kann man damit diesem ganz netten Effekt erzielen. Hier entstehen diese Sonnenstrahlen durch die Blätter. Ich habe die Ausrichtung und meine Position bewusst so gewählt, dass dieser Beugungseffekt auftritt. Man kann es auch nachträglich mit Grafikprogrammen rein-schummeln; sieht aber nicht wirklich gut und echt aus, wie ich finde.



Eine fette Wolke nimmt mir das warme Sonnenlicht. Na und?! Gibt für mich auch ein Motiv ab.



Zum Abschluss noch mal ein kleiner Vergleich zwischen einer konventionellen Aufnahme. Hier habe ich die eine Aufnahme nur mit den Mittel von Lightroom bearbeitet. Das nächste und letzte Bild ist ein HDR der beinahe gleichen Szene.



Auch wenn man mit einer Einzelaufnahme der D800 schon unglaubliche Dinge anstellen kann, bei solch einer Gegenlichtsituation wird es dann doch etwas eng. Das HDR aus 3 Bilder (1 EV Abstand) eröffnet einem dann doch noch ein wenig mehr Möglichkeiten.

Ich benutze HDR nie als Stilmittel. Wer sich mal ein wenig mit HDR beschäftigt hat, kennt sicherlich diese schon surreal anmutenden "Fotos", bei den HDR auf die Spitze getrieben wird und aus meiner Sicht teilweise nur Mittel zum Zweck ist. Die Bilder finde ich meisten langweilig oder hässlich. Ich verwende HDR um die Dynamik zu erweitern, also das abzubilden, was ich subjektiv gesehen habe und was die Kamera aus technischen Gründen so nicht abbilden kann.

Okay, das war es dann erstmal. Bin schon gespannt auf meine nächste Tour und eventuell neue Orte, die ich noch nicht gesehen habe. Es ist schon erstaunlich, wie viele Orte man nicht kennt, obwohl sie ganz in der Nähe sind. Geocaching ist wirklich eine feine Sache und Hilfe für Landschaftsfotografie, weil man so an Orte kommt, die man sonst nicht auf dem Zettel gehabt hätte.

Danke und viele Grüße,
Gordon