Mittwoch, 2. Januar 2013

2012 - Mein Jahresrückblick Teil 2

Hier der zweite und letzte Teil meines persönlichen fotografischen Jahresrückblicks.

"Fussballfieber"

Ehrlich gesagt nicht meine Welt. Sieht für mich fast beängstigend aus. War aber friedlich, ansonsten hätte ich mich auch kaum ins Getümmel geworfen. Die Fans hatten eine belebte Kreuzung direkt am bremer Hauptbahnhof "besetzt".


Selig auf der Haake Beck Badeinselregatta

Showacts, Bühne, Sport und Events aller Art sind irgendwie mein Hauptthema. Ich kann nicht mal sagen wieso. Ist einfach spannend für mich. Oft interessieren mich die Acts oder sportlichen Aktivitäten gar nicht mal so sehr, aber es macht Spaß es zu fotografieren.


Weitere Bilder seht ihr hier: Selig auf der Haake-Beck Badeinselregatta


Weser mit SWB-Kraftwerk vom Weserwehr aus aufgenommen

Stativ, Stativ, Stativ. Inzwischen habe ich mir ein sehr kleines und leichtes Reisestativ gegönnt. Eigentlich nur für die Olympus-Kamera, aber wenn man keine großen Ansprüche stellt und kein fettes Objektiv verwendet, kann man es auch eingeschränkt für die D700 verwenden. Mehr als ein 85/1.4 mag ich dem Teil aber dann nicht zumuten.


Weser bei Hemelingen

Wer den ersten Teil gesehen hat, erkennt dieses Bild vielleicht wieder. Es ist die gleiche Aufnahme die ich dort mit dem Handy gemacht habe. Hier aber mit der D700 und einer 28 mm Festbrennweite.


Bremen Challenge 2012

Radsport finde ich immer spannend. Ich habe zwar keine Ahnung davon, aber es zu fotografieren macht mir immer wieder Spaß. Ob nun in der Halle, wie Sechs-Tage-Rennen, oder auf der Straße. Mehr zu diesem Event: Bremen Challenge - Outdoor-Radrennen mit 6-Tage-Flair



Mitzieher. Da geht sicherlich noch weit mehr. Aber ich verwende diese Art der Darstellung von Bewegung und Geschwindigkeit (noch) nicht sehr oft.


"Meisenfrei"

Im Keller bei quasi keinem Licht...ich liebe und hasse es!


Hier ist die Technik wirklich an ihren Grenzen und mit was anderem als einer Kleinbildkamera würde ich mir hier keine brauchbaren Bilder zutrauen.



Studio-Workshop in Hamburg

Für mich eines der Highlights in 2012, Studiofotografie. Ich hatte sowas zuvor noch nicht gemacht. Die technischen Grundlagen kannte ich nur theoretisch und minimal durch Experimente mit Systemblitzen. Hat eine Menge Spaß gemacht und war auch lehrreich. 

Studio-Workshop in Hamburg

Studio-Workshop in Hamburg

Studio-Workshop in Hamburg

Das Model war sich auch für ein paar Spaßaufnahmen nicht zu schade :)

Wer mehr sehen mag: Mein erstes Studio-Geknipse



Bremer Freimarktsumzug

Bei diesem Event war ich das erste Mal, obwohl es jedes Jahr stattfindet und zu einem der größten Jahrmärkte Deutschlands, dem Bremer Freimarkt, dazu gehört.

Bremer Freimarktsumzug

Die Lichtbedingungen waren allerdings aus der Hölle! Ob ich mir das noch einmal antun soll, weiß ich nicht.
Die gesamte Serie gibt es hier: Ischa Freimaak! Die 5. Jahreszeit in Bremen



Urlaub im Harz, die Brockenbahn

Die Brockenbahn unter Dampf. Mit diesem Zug ging es auf den Brocken im Harz. Für meinen Sohn eine faszinierende Angelegenheit:


So ruhig ist er selten ;)


Oben angekommen gab es leider nicht sehr viel zu sehen. Wie auch schon das Jahr davor, hat uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Sichtweite teilweise nur wenige Meter. Manchmal hatte man Angst den Weg nicht mehr zu finden und irgendwo herunter zu fallen.



Es gab aber auch Tage mit besserer Aussicht.



Hier hätte ich gerne ein HDR gemacht, nur leider hatte ich nicht die Zeit dazu. Musste erstens hinter meiner Familie hinterher und zweitens kamen auch sehr oft Leute durch diesen Gang. Das hier war daher fast schon ein Glückstreffer. Eine Reihe von Personen verschwand gerade wenige Augenblicke vor dieser Aufnahme hinter dem Torbogen und die nächste Gruppe war von hinten schon zu hören.


Mond über Bauernhof auf Pellworm

Das ist genau das was ich an Landschaftsfotografie mag, Ruhe und Zeit. Nur ein paar Fotos pro Stunde und nicht hunderte, wie bei Events. Man sitzt teilweise einfach nur herum und beobachtet wie sich die Lichtstimmung verändert oder Wind und Wolken, der Wasserstand oder was auch sonst noch so an natürlichen Parametern eine Rolle spielt. Erst wenn man meint: "Das sieht jetzt interessant aus!", macht man ein paar Bilder und wartet dann vielleicht wieder eine Stunde oder länger. Da das hier unsere Ferienwohnung war, konnte ich das jeden Abend machen und nicht ein einziges Mal bot sich das gleich Bild, trotz ungefähr gleicher Uhrzeit und gleichem Standpunkt.



2012 war das Jahr von Micro Four Thirds für mich. Ein neues Kamerasystem zu ergründen ist ja immer eine spannende Sache. In diesem Fall waren die Unterschiede auch noch weit auffälliger als bei meinem Wechsel von APS-C auf Kleinbild. Die Vor- und Nachteile des Systems habe ich inzwischen ganz gut ausgelotet meine ich. Ich denke, es ist für mich ein sehr gutes Zweitsystem. Besondern praktisch ist natürlich die Unauffälligkeit dieser Systemkamera. Man kann damit wie ein Tourist mit 99 €-Knipse unter den Leuten herumlaufen und seine Bilder machen. Also natürlich auch "Street" ;)

"Speakers Corner" - E-PL5 Systemkamera, Micro Four Thirds

Was diese Dame hier genau für eine Meinung kund zu tun hatte, konnte ich nicht ganz ergründen. Aber ich fand diese skurrile Persönlichkeit war es wert abgelichtet zu werden.


Weserwehr im Dunst

Nachdem der Dynamikumfang der kleinen Knipse auch mehr oder weniger dem meiner D700 entspricht, werde ich sie definitiv für die kommenden Radtouren und damit auch Landschafts- oder Architekturaufnahmen verwenden. Der Vorteil eines vielfach geringeren Gewichts und Volumens wiegt die Nachteile dabei locker auf.

Mühle am Wall

Ich habe inzwischen alle erdenklichen Sachen mit der Olympus ausprobiert, so auch HDRs. Es geht fast alles genauso gut oder sogar besser wie mit der großen Kleinbildkamera. Was sie nicht kann und wofür ich sie auch nicht verwenden werde, außer es ergibt sich gerade, sind Action-Sachen und extreme Lowlight-Aufnahmen aus der Hand.

Neugieriger Blick nach oben

Teilweise bin ich aber erstaunt was alles geht. Hier in einer wie üblich gering beleuchteten Kirche und mit entsprechender Brennweite und Blende (Panasonic 20/1.7), kann man sich nicht beklagen. Inzwischen habe ich alle Brennweiten zusammen, die ich als sinnvoll für das System erachte und bin gespannt was ich 2013 damit anstellen werde.

Seifenblasenkünstler

Aufnahmen auf der Straße haben mir 2012 mit am meisten Spaß gemacht, da ich zum ersten Mal mehr oder weniger unbeachtet das aufnehmen konnte, was mich interessiert hat.

"Im Flug"

Hier noch eine Aufnahme mit der E-PL3. Obwohl der Autofokus bei bewegten Motiven nicht ansatzweise mit der einer guten Spiegelreflex mithalten kann, habe ich doch das eine oder andere Motiv einfangen können. Ich werde das 2013 noch weiter üben. Mit einem 100-300 mm Zoom hat man fantastische Möglichkeiten. Solch ein Objektiv würde einem bei einer Spiegelreflex das Rückgrat brechen...und die Brieftasche leeren ;)

Möwen mit Panasonic 45-200 Zoom


Tele ist neben Makro einer der Stärken des kleinen Kamerasystems, bzw. des kleinen Sensors. 400 oder sogar 600 mm im Kleinbildäquivalent und das passend für ein Damenhandtäschen, sind schon ein großer Spaßfaktor. Auch Makros profitieren vom kleinen Sensor (Brennweite, Schärfentiefe) und daher werde ich mich mit diesen Themen im neuen Jahr bestimmt verstärkt beschäftigen.

"Masse und Gleichgewicht"


"Schafe besetzen deutsche Bank"

Auch das war für mich 2012 eine neue Erfahrung, problemlos Aufnahmen aus schwierigen Positionen machen können. Durch das Klappdisplay hat man es schon sehr viel einfacher.

Blaue Stunde mit orangem Mond - Pellworm

Für diese Freihandaufnahme habe ich dutzende Versuche gebraucht. Die kleine und leichte Kamera plus Tele und ein eher schlechtes Stabilisationssystem (egal ob im Kameragehäuse oder im Objektiv) waren da mein Feinde.


Bei gutem Licht habe ich im vergangenen Jahr, Dank der langen Brennweite, gerne mal den Blick nach oben gerichtet. Künstlerisch sicherlich absolut wertlos, aber mich hat es schon ein wenig fasziniert, die Details eines Flugzeugs so genau erkennen zu können. Freue mich schon darauf die "600 mm" im kommenden Sommer für sowas einzusetzen. Wobei es nicht nur Flugzeuge sein sollen, sondern natürlich auch Tiere. Aber auch Architektur! Was will er damit bei Architektur?! Details. Ich finde die vielen kleinen Details an alten Gebäuden sehr interessant. Diese kann man sonst nicht wirklich im Detail erkennen, z.B. kleine Figuren an einem Dom in großer Höhe. Ich denke ich werde 2013 mal eine kleine Serie von Bilder machen und mich dabei auf den Bremer Marktplatz beschränken. Bis jetzt waren sehr unpraktische 500 mm das Längste was ich zur Verfügung hatte.

"Rot und Grün"

Wenn mir dann der Arm weh tut, was bei so einer leichten Kamera einige Zeit dauern dürfte, werde ich mich den Straßenszenen zuwenden...so zumindest der Vorsatz.


Auch 2012 haben mir Aufnahmen von Bühnenevents Spaß gemacht. Hier sogar mit der E-PL3. Gab zwar weit mehr Ausschuss also gewöhnlich, aber für ein ungeplantes Geknipse durchaus in Ordnung.




"Shark attack!"

Das sind für mich genau die Aufnahmen, weswegen ich am liebsten immer eine Kamera zur Hand hätte. Mit Smartphone und Micro Four Thirds habe ich das 2012 wohl auch fast erreicht. Die einzige Chance noch einen Schnappschuss zu verpassen, ist die fehlende Vorahnung wann man die Kamera oder das Phone in die Hand nehmen muss.

Takelage

Kapitän?

Müssten das nicht 4 Streifen auf der Schulter sein?

Takelage II

Dank "Supertele" an der kleine mFT-Knipse war ich 2012 so nah dran wie nie zuvor. 2013 stehen noch ein paar Millimeter mehr zur Verfügung ;)

Schwindelfrei

Beim Anblick dieser Bilder kommt mir wieder eine Idee in den Sinn. Ob ich diese 2013 umsetzen kann, ist aber eher zweifelhaft. Ich wollte schon lange einmal mit einem Heißluftballon mitfahren und Aufnahmen aus großer Höhe machen. Auch mit einem lange Tele. Könnte mir vorstellen die damit erreichbaren Perspektiven könnten interessant sein und selbst schon bekannte Schauplätze völlig neu erscheinen lassen.



Ich hätte noch so viele Bilder die ich gerne zeigen würde...warum zeige ich dann das hier?! Na ja, wird schon seinen Grund haben ;)


Erst Kühe, nun ein Sonnenuntergang...was kommt noch?


Oh je, eine Taube! Gut, ich denke bevor das hier im Niveau weiter sinkt, mache ich mal an dieser Stelle Schluss.

Rückblickend war 2012 für mich ein recht spannendes Jahr. Es kam eine Menge Spielzeug dazu, ein paar wirklich neue Erfahrungen, wie z.B. die Studiofotografie und insgesamt kann ich mich über Gelegenheiten nicht beklagen. Ich hoffe Euer Jahr war ebenfalls erfolgreich und wünsche uns allen ein noch erfolgreicheres und spannenderes Jahr 2013!

Bis nächstes Jahr,
Gordon