Montag, 30. Mai 2016

Neues Fahrrad - Nur ein paar Bilder

Ich baller ja gerne sehr viele Bilder pro Post 'raus. Diesmal bin ich bescheiden(er) ;)  Das Wetter war am Wochenende jetzt nicht so der Brüller, daher ergab sich einfach nicht viel mehr.

Olympus E-M1, Panasonic 24/2.5@5.6

Ich habe endlich ein neues Fahrrad! Meine alte Mühle hat schon seit mehreren Jahren ihre beste Zeit hinter sich. Aber irgendwie konnte ich mich nie dazu durchringen ein neues zu kaufen. Ich habe ein paar Mal geschaut, aber irgendwie war nie was dabei. So 100% ist das Teil hier auch nicht mein Traumrad. Aber ist okay, denke ich. Zumindest ist es leichter und fährt sich viel lockerer als mein alter Panzer. 23 km/h gehen hier tatsächlich mehr als nur 3 Sekunden ;)


wie oben

Durch die höhere Geschwindigkeit oder besser gesagt, durch den geringeren Kraftaufwand, hat sich mein Aktionsradius enorm erweitert. So habe ich nun endlich auch mal abends Strecken abfahren können, die ich mit dem alten Rad nicht gefahren bin. Neue Motive können nie schaden!



Freihand-HDR, ansonsten wie oben

Hier war die Tour eigentlich schon vorbei. Ich wollte schon umdrehen, habe dann aber noch wenige hundert Meter voraus auf meinem Navi eine kleine Brücke gesehen und dachte mir: "Da fahr ich noch mal eben hin!". Welcher Wümme-Arm das war, weiß ich nicht mehr. Aber die gerade versinkende Sonne hat mich noch einmal die Kamera aus der Tasche ziehen lassen. HDR, also mehrere Aufnahmen mit unterschiedlicher Belichtung, die nachher am Rechner mit spezieller Software verrechnet werden und so eine Zusammenfassung von größeren Helligkeitsunterschieden ermöglichen, verwende ich fast immer nur als Werkzeug. Ich will damit einfach nur ein Bild erzeugen, auf dem das zu sehen ist, was man auch mit dem Auge sieht, die Kamera aber nicht aufnehmen kann (auch technischen Gründen). So etwas aus der Hand aufzunehmen, ist nicht so ganz leicht. Die Bilder sollten deckungsgleich sein. Zwar schiebt die Software die Einzelbilder automatisch so hin, das es passen sollte, aber wenn die Abweichung durch verwackeln zu groß ist, klappt das nicht mehr. Das Brückengeländer und Atemtechnik haben aber gereicht. Längste Zeit war eine 1/50.


Am Sonntag war das Wetter dann total für den Ar....Hintern ;) Zwar nicht wirklich kalt, aber regnerisch und diesig und wolkenverhangen. Da gehen eigentlich nur makro-artige Sachen halbwegs.

Olympus E-M1 mit Olympus 40-150/2.8 Objektiv

Auf dem Sonntagsspaziergang habe ich daher die zahlreichen Schnecken als Motiv gewählt. Die krochen über die Wege, hingen in Büschen oder an Bäumen. Man musste sie nicht suchen, es waren tausende.


wie oben

Schneckenfutter? Ich habe ehrlich gesagt keine große Ahnung von den Tierchen. Sind aber als Fotomotiv immer gerne gesehen...nur nicht im eigenen Garten?! Bin mir nicht mal sicher, ob sie wirklich gefährliche Schädlinge sind.


wie oben

Schädlich für meine Kamera sind sie aber nicht ;)

Bin auf weitere Motive gespannt, die ich mit dem neuen Rad vielleicht finde. Macht wirklich einen Unterschied, ob man nach 2 Stunden mit müden 17km/h schon keinen Bock mehr hat oder ob man locker mit >=20 km/h mehr als 2 Stunden durch die Landschaft radelt. Der Rückweg verliert einfach seinen Schrecken, so dass man die nächste Ecke halt doch noch mitnimmt.

Viele Dank und Grüße,
Gordon

Freitag, 20. Mai 2016

Landschaftsimpressionen aus Bremen und "umzu"

Hallo,

das Wetter kommt so langsam in der Rad- und Knipstourphase an. Also habe ich mich mal wieder auf den Weg gemacht und die verstaubten Stativ- und Menschenbeine ein wenig entstaubt ;) Die Bilder von 2 Radtouren möchte ich jetzt zeigen.


An der Wümme startet meistens meine Fototour richtig. Der Weg dorthin ist fotografisch gesehen weniger spannend. Das Wetter war hier schon recht ordentlich. Nicht zu kalt, nicht zu warm und vor allem trocken.



Dieses Foto hat eine Minigeschichte. Ich beschäftige mich seit ein paar Monaten intensiver mit Geocaching (https://www.geocaching.com) und hier war ich gerade bei der Suche nach einem "Schatz" und fand Licht und Struktur ganz spannend.



Ich bin ein absoluter Abendstimmungs-Freak! Der Auslöser klickt in den letzten 2 Stunden bis zur Dunkelheit bei mir sehr viel öfter als sonst, wenn ich in der Landschaft oder auch der Stadt unterwegs bin.



Ich mag einfach das warme und weiche Licht...



Auch Gegenlicht ist für mich kein No-Go, im Gegenteil!



Hier habe ich mal ein wenig auf die Kitschig-Taste gedrückt ;)



Sonnenuntergang...geht ja gar nicht, zu kitschig...typisch Urlaubsfotografie halt. Öh...nö! Nicht für mich. Für so etwas schleppe ich mein schweres Holzstativ durch die Landschaft, lasse mich von Insekten fressen und warte stundenlang. Also eher Arbeit als Urlaub.



Und wenn alles passt, ist der Mond auch noch an der Reihe!

Diese Aufnahmen sind übrigens alle mit der Olympus E-M1 gemacht worden. Die nachfolgenden mit meiner Nikon D800. Einen Unterschied wird man hier wohl kaum sehen können. Teilweise war mir selber nicht klar, was ich da gerade in der Entwicklung hatte :) Okay, wenn man reinzoomt und an den Regler zupft, merkt man es sehr schnell. Aber schon grandios was mit der Oly da so geht!



Wäre die hässlichen Flatterbandfähnchen nicht, wäre das Bild "perfekt".



Eine relativ ungewöhnliche Aufnahme. Nicht wegen des Motivs, sondern wegen des Objektivs. Ich war ja explizit unterwegs um Landschaftsaufnahmen zu machen. Da ich keine Lust auf Schlepperei hatte, war nur das Sigma 35 (Sigma 35mm F1.4 DG HSM (Art) - Testbilder bei Sonne...) in meiner Tasche und damit auf der Kamera. Da ein Zaun im Weg war, musste ich in der Hocke durch den Zaun durchfotografieren...dürfte ein Elektrozaun gewesen sein...BSSSSSSSSSS! :)



Hier bin ich in der Nähe von Sagehorn und Oyten. Auch diese Location ergab sich durch meine Versuche mit Geocaching. Übrigens schon recht erfolgreich. Der "Schatz" wurde von mir schnell geborgen, wie man so schön sagt.



Mal direkt in den Himmel geknipst. Macht man ja nicht...oder?



Hier mal eine Aufnahme von einem Hochsitz aus. Die Sonnenstrahlen sind nur durch das Objektiv verursachte "Störungen". Sind aber gewollt. Sie treten durch Beugungseffekt an den Blendenlamellen oder Hindernissen in der Szene auf. Ist ein etwas komplexeres Thema. Zumindest kann man damit diesem ganz netten Effekt erzielen. Hier entstehen diese Sonnenstrahlen durch die Blätter. Ich habe die Ausrichtung und meine Position bewusst so gewählt, dass dieser Beugungseffekt auftritt. Man kann es auch nachträglich mit Grafikprogrammen rein-schummeln; sieht aber nicht wirklich gut und echt aus, wie ich finde.



Eine fette Wolke nimmt mir das warme Sonnenlicht. Na und?! Gibt für mich auch ein Motiv ab.



Zum Abschluss noch mal ein kleiner Vergleich zwischen einer konventionellen Aufnahme. Hier habe ich die eine Aufnahme nur mit den Mittel von Lightroom bearbeitet. Das nächste und letzte Bild ist ein HDR der beinahe gleichen Szene.



Auch wenn man mit einer Einzelaufnahme der D800 schon unglaubliche Dinge anstellen kann, bei solch einer Gegenlichtsituation wird es dann doch etwas eng. Das HDR aus 3 Bilder (1 EV Abstand) eröffnet einem dann doch noch ein wenig mehr Möglichkeiten.

Ich benutze HDR nie als Stilmittel. Wer sich mal ein wenig mit HDR beschäftigt hat, kennt sicherlich diese schon surreal anmutenden "Fotos", bei den HDR auf die Spitze getrieben wird und aus meiner Sicht teilweise nur Mittel zum Zweck ist. Die Bilder finde ich meisten langweilig oder hässlich. Ich verwende HDR um die Dynamik zu erweitern, also das abzubilden, was ich subjektiv gesehen habe und was die Kamera aus technischen Gründen so nicht abbilden kann.

Okay, das war es dann erstmal. Bin schon gespannt auf meine nächste Tour und eventuell neue Orte, die ich noch nicht gesehen habe. Es ist schon erstaunlich, wie viele Orte man nicht kennt, obwohl sie ganz in der Nähe sind. Geocaching ist wirklich eine feine Sache und Hilfe für Landschaftsfotografie, weil man so an Orte kommt, die man sonst nicht auf dem Zettel gehabt hätte.

Danke und viele Grüße,
Gordon