Dienstag, 22. März 2016

Jahresrückblick 2015

Schon ein wenig spät für einen Jahresrückblick. Aber diesmal habe ich mich wirklich schwer damit getan. Irgendwie war 2015 für mich ein schwaches Jahr was Fotografie angeht. Eigentlich wollte ich schon im Dezember diesen Rückblick erstellen. Aber beim Durchschauen der Bilder auf meiner Festplatte war ich erstmal nicht sonderlich begeistert und habe es dann gelassen. Da ein Blog aber ja eine Art Tagebuch sein soll, werde ich nun doch mal die Bilder hier zeigen, die mir irgendwas sagen.

Also gut, es geht los.

Schloss Bückeburg


Urlaub in Bückeburg (https://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCckeburg). Das Wetter war sehr untypisch für den Januar, da viel zu warm. In Bückeburg gibt es auch ein Hubschraubermuseum. Hubschrauber sind seit einiger Zeit von besonderem Interesse für mich. Das werde ich später noch weiter ausführen.

Hubschraubermuseum in Bückeburg

In dem Museum sind auf engem Raum dutzende Hubschrauber der verschiedensten Sorte ausgestellt. Sicherlich sehr interessant für alle Technikbegeisterte und Fliegerasse.



Stürzende Linien - Nikon 14-24 Superweitwinkelzoom

In der Region gibt es viele historische Gebäude zu sehen und zu besichtigen. Ich habe die Gelegenheit genutzt, um ein wenig mit meinem Weitwinkel zu fotografieren.



Oft darf man ja bei Besichtigungstouren überhaupt keine Filmaufnahmen machen. Natürlich wollen die Besitzer die Postkarten verkaufen, die am Eingang feilgeboten werden ;) Hier durften Innenaufnahmen mit einer Akkreditierung gemacht werden...gegen Geld. Das viele der Besucher auch ohne diese Gebühr Bilder gemacht haben, fand ich jetzt nicht so toll, aber muss jeder selber wissen. Die paar Euro waren es mir und meinem Gewissen wert.



Gegenlicht ist immer ein Problem, gerade in Innenräumen, wenn man in Richtung von Fenstern Aufnahmen machen will. Da es draußen bedeckt war, konnte ich das gerade noch so in Lightroom hinfummeln. Die ca. 14 Blendenstufen Dynamik waren hier aber schon grenzwertig.


Nikon 70-200/2.8@2.8, ISO 800

Die neue Version des 70-200 war und ist für mich ein Highlight in meinem Objektivschrank. Groß, schwer, nicht ohne Fehler, aber meistens liefert es für mich wirklich extrem gute Bilder an der D800. Hier mein Sohn beim Rollerskates üben.



Mit der Olympus und den Möglichkeiten Tele und Makro auf die Spitze zu treiben, habe ich 2015 viel Spaß gehabt. Soviel, dass ich eigentlich alle Überlegen zu den Akten gelegt habe für die Nikon ein Supertele anzuschaffen. Einfach zu groß, schwer und zu teuer. Mit Micro Four Thirds komme ich zu 90% besser weg, wenn es um lange Brennweiten geht oder Makroaufnahmen. Gerade mit der EM1, wo man sogar Stacking in der Kamera eingebaut hat und einen elektronischen Verschluss und Stabi, mit dem irrsinnige Belichtungszeiten aus der Hand möglich sind und total verwackelfreie Superteleaufnahmen.


Osterfeuer

Osterfeuer in Büdelsdorf.


Gebetsmühlen


Eines meiner Standardmotive in der Botanika Bremen. Eher so eine Art Testchart, das ich mit jedem Objektiv und jeder Kamera einmal aufnehme. In diesem Fall mit der D800 und dem Sigma Art 50/1.4.



Das fand ich einfach nur geil! :)



2015 habe ich viel mit Schärfentiefe gespielt. Ist vielleicht nur ein Effekt, der inzwischen auch ein wenig zu sehr strapaziert wird, aber mir macht er Spaß. Ich mag den Look einfach.



Man kann damit eigentlich belanglosen Dingen irgendwie doch noch ein Foto abringen ;) Ja gut, okay, ist grenzwertig, gebe ich zu.



Zu erforschen, was die gezielte Unschärfe und andere "Störungen" für ein Foto bringen könnte, treibt mich trotzdem immer wieder um. Als Autodidakt muss ich alles ausprobieren.


Mein neues Hobby

2015 habe ich ein neues Hobby für mich entdeckt, Modellflug. Genauer gesagt Modellhubschrauber. Angefangen hat es ganz harmlos mit Spielzeug-Multicoptern und kleinen Flugzeugen. Mein Ziel, welches ich wohl 2016 fast erreicht habe, sind aber die kunstflugtauglichen großen Hubschraubermodelle, die mit irrsinniger Geschwindigkeit durch die Luft wirbeln und dabei die Gesetze der Physik zu verspotten scheinen.


Die beiden Aufnahmen sind beim Pfingstfliegen unseres Vereins (Seepiloten) entstanden. Heli-Modelle zu fliegen ist wirklich weit schwerer, als man denkt. Ich habe seeeeeehr lange bebraucht, um kleine Flieger auch nur halbwegs sicher im Rundflug zu bewegen. Von den irren Kunstflugmanövern, die man in Videos sehen kann, bin ich noch meilenweit entfernt. Aber so muss ein Hobby sein. Wenn man schon am 2. Tag alles könnte, wäre es ja langweilig. Bei diesen Fluggeräten handelt es sich aber auch nicht um Spielzeuge, wie man sie im Laden um die Ecke kaufen kann. Das Flugverhalten ist komplett anders und ohne viel Übung endet ein Flugversuch sicherlich nach wenigen Sekunden.



Diesen kleinen (noch nicht) Flieger hier haben wir auf einem Sonntagsspaziergang entdeckt. Man ist ja immer versucht die Tiere "retten" zu wollen. Lasst es! Das ist mit Sicherheit ihr Todesurteil. Solange die Jungtiere noch gesund genug sind, werden die Eltern es finden und füttern. Wenn man es anfasst, wenden die Elterntiere sich ab.



Diese Tiere kann man dagegen ruhig retten. Sie haben die fatale Angewohnheit über Straßen zu hüpfen und werden dabei von Rädern oder Schuhen aus dem Leben gerissen. Wenn man sie einfach auf der Seite der Straße absetzen, zu der sie blicken. Damit hat man sie wahrscheinlich vor ihrem grausamen Schicksal bewahrt.



Libellen im Flug. Das ist wie Angeln oder Bowling. Man wartet ewig und wenn es darauf ankommt, landet die Kugel in der Rinne :)  Ist wirklich schwierig. Zwar fliegen die Tiere oft eine ähnliche Runde über dem Teich, aber trotzdem ist alles sehr hektisch. Man kann locker eine Stunde und hunderte Aufnahmen inverstieren und hat trotzdem keinen einzigen Keeper. "Tiefgefrorene" Insekten an Stengeln sind da sehr viel einfacher ;)



Oder eben Insekten, die sich quasi nicht bewegen. Da kann man sogar gemütlich sein Stativ aufbauen. Habe ich hier nicht gemacht, daher auch kein Stacking oder Blende 16+.




Mountain-Biking...immer noch ein Thema. Gerade in den Skigebieten, die immer mehr mit dem miesen Wintern zu kämpfen haben, setzen auf diese Freizeitangebote. 
Die Aufnahme sieht dramatischer aus als sie ist. Natürlich habe ich nicht mitten auf der Fahrbahn gestanden! Vielmehr stand ich auf einer kleinen Holzbrücke, unter der die Fahrer durchgefahren sind. 


Extreme Langzeitbelichtung mit Olympus-Mirrorless und additivem Verfahren

Bei dieser Startrail-Aufnahme habe ich eine EM-10 verwendet. Diese bietet die Möglichkeit quasi unendlich lange Langzeitbelichtungen zu machen. Es werden dabei viele Belichtung bei der Aufnahme addiert, wobei nur Änderungen aufgezeichnet werden. Damit konnte ich hier problemlos mehr als 30 Minuten belichten. Das würde mit einer herkömmlichen Langzeitbelichtung nicht funktionieren, da man viel zu viel Umgebungslicht und Sensorrauschen in der Aufnahme hätte. 


Schnappschuss, der keiner war.

Den Kollegen hier habe ich viele Male aufgenommen. Die Aufnahme mit dem Schmetterling vor seinem Schnabel hat aber schon Schnappschuss-Charakter. Antizipieren kann man sowas natürlich nicht. Ich habe sogar erst zuhause am Rechner gesehen, dass der Schmetterling da war. Trotzdem für mich in interessantes Foto. Ich frage mich, was denkt sich der Vogel?! Will er zuschnappen? Dürfte kaum seine gewöhnliche Nahrung sein.




Ich bin ein Licht-Freak! Licht, Schatten, Nebel, Farben, Reflektionen sind mein Ding. Ich achte bei der Motivauswahl oft mehr auf die Ausleuchtung oder ungewöhnliche Lichtphänomene, als auf das "Ding" ansich. Alles kann für mich interessant und toll aussehen, wenn Licht und Co. besonders sind. Daher habe ich auch kein Problem damit, das gleiche Motiv immer und immer wieder ins Visier zu nehmen. Auch der langweiligste Baum auf einer Wiese kann irgendwann mal ein wirklich potentes Fotomotiv liefern.


Harzbahn

Die Oldtimer der Geschichte der motorisierten Fortbewegung. Sind immer fies aufzunehmen, da die Belichtungmessung sich vom Schwarz irritieren lässt.




Für einen Flachlandtiroler wie mich immer wieder eine faszinierende Ansicht. Alles was höher als die Deichstandardhöhe von 7,50m ist, finde ich toll :)




Ach ja...unsere "Geier".  Dürfen natürlich auch nicht fehlen, auch wenn sie uns viele Sorgen bereitet haben.




So ein typisches "auf der Terrasse mal eben das neue Objektiv ausprobieren"-Motiv. Bei der Kleinbildknipse oft ein Autofokus-Test, bei der Mirrorless eher ein "wie lang kann ich aus der Hand belichten?"-Test, da es dort keine Autofokus-Probleme gibt.




Den Mond fotografiere ich jedes Jahr wieder. Keine Ahnung warum. Ich denke, es ist so eine Art Wette mit mir selbst: wie detailreich kriege ich den Trabanten auf den Sensor gebrannt? Ich bin inzwischen bei ca. 2000 mm Brennweite anbekommen. Wobei ich die bis jetzt immer noch beste Aufnahme mit einer 500 mm-Uralt-Billiglinse aus der Hand hinbekommen habe.




Pferde sind eher nicht mein Ding, gebe ich offen zu. Ich könnte bei uns jeden Tag Pferde fotografieren, wenn ich wollte. Der Grund für diese Aufnahme war das Licht, die Farben und das es gerade heftig geregnet hatte.


Zirkus Roncalli

So ziemlich das Schlimmste, was man sich geben kann, ist Zirkus! Nein, nicht weil Zirkus scheiße wäre, sondern weil es echt fies zu fotografieren ist. Quasi Null-Licht mit Spotlights aus der Hölle. Man kann die automatische Belichtungsmessung eigentlich komplett vergessen. Für Spotmessung hat man oft die Zeit nicht, so dass man am besten mit 2-3 Probeaufnahmen und manueller Einstellung bedient ist. Auf jeden Fall eine spannende und schweißtreibende Angelegenheit. 



Neben den fiesen Lichtbedingungen muss man auch noch die Belichtungszeit im Auge behalten. Viele Dinge sind extrem schnell und das bedeutet dann, dass man ISO, Blende und damit Zeit gut wählen muss. Da muss man Kompromisse eingehen, denn wie hier, mit einer M43-Knipse, kann man nicht einfach ISO 25.600 wählen, sondern muss deutlich darunter bleiben.




Ja, komm, ein Pferdefoto geht noch :) Nicht mein Ding, aber das hier hat was. Was? Die Augen natürlich. Ich habe noch nie ein Pferd gesehen, das David Bowie-Augen hat!




Reminder an mich: den Mittelformat-Kasten wieder an den Start bringen!


Das Bild oben ist übrigens nicht mit meiner Mittelformat-Kamera aus den 80zigern entstanden. Das hätte nämlich trotz notwendigem Scan weit besser ausgehen :) Das hier ist nur ein dilettantischer Digi-Fake, der die Qualität einer "analogen" Mittelformataufnahme nicht mal nahe kommt.


Okay, bevor noch mehr Unsinn kommt, mache ich hier mal dicht.

Ich hoffe 2016 wird ein wenig ergiebiger...oder meine Anforderungen an mich selber sinken ;)


Vielen Dank für's Anschauen und Grüße,
Gordon





Sonntag, 20. März 2016

Erste Radtour 2016

So langsam ist das Wetter wieder gut genug, um sich mal auf das Rad zu schwingen und in die Landschaft um die Ecke zu fahren. Das Licht war noch recht hart, aber gefiel mir schon ganz gut. Für ein paar Aufwärm-Shots hat es gereicht.

Das Objektiv ist vielleicht ganz interessant. Ich habe mein neues Lieblingsspielzeug, das Olympus 40-150/2.8 nebst Konverter (1.4x) drauf gehabt. Es blieb auch bei allen folgenden Bildern bei der Kombi. 40-150 + TK, da ich zu faul war und auf ein paar gute Tierfotos gehofft hatte...leider vergebens.

Ups! Wer versteckt sich denn da?
Keine Ahnung wer wenn zuerst gesehen hat. Jedenfalls waren auch die 150mm * 1.4 = 210 mm (420mm bei Kleinbild) nicht wirklich genug. Dieses Schicksal hat mich den ganzen Nachmittag verfolgt. Wann kommt das Tele mit 50-5000 mm mit durchgehend Blende 1.4?! :)




Ziemlich hirnrissig. Eine Landschaftaufnahme mit Telezoom UND Telekonverter. Aber wie gesagt, ich war zu faul und so gut wie die Kombi arbeitet, hätte es auch nicht allzu viel gebracht den TK abzuschrauben.



Was wie ein See oder Teich aussieht, ist eigentlich nur Acker. Die Gegend wird mit Absicht überflutet, damit Zugvögel dort brüten können. Mit nassen Füßen muss man also rechnen, wenn man dort Fotos machen will. Ich habe mir schon die Stellen angeschaut, in denen in den letzten Jahren Schwäne und andere Vögel ihr Gelege platziert hatten. Noch ist dort anscheinend nichts los.



Sehr seltene nordfriesische Langschwanz-Aras... ;) Aber viel mehr ist mir nicht vor die Linse gekommen. Man sollte ja denken, mitten in einem Naturschutzgebiet würde man viele Vögel antreffen. Aber irgendwie sehe ich in unserem Garten 262487382385 mal mehr als dort.



Volles Pfund! Brennweite auf Maximum. Ich finde die Raffung des Raumes interessant und den Verlauf der Schärfe. Wobei man doch merkt, dass ein Telekonverter nur die Brennweite "verlängert", das Bokeh aber nicht positiv beeinflusst. Letztendlich macht der TK nicht mehr, als den Bildkreis der auf den Sensor fällt zu vergrößern. Daher bleibt das Bokeh gleich...ist aber besser zu sehen, im negativem Sinne. Kringel und Co. werden nur vergrößert.



Da das Oly 40-150 für mein Empfinden aber ein ganz gute Figur in Sachen Bokeh macht, kann ich damit leben. Normalerweise setzt man einen Telekonverter ja auch nur ein, wenn es wirklich nicht anders geht. Das neue 300/4.0 schwebt gerade wieder in meinem Kopf herum ;)



Tief stehende Sonne und warme Farben sind mein Ding. Die tiefstehende Lichtquelle sorgt für lange Schatten und hebt Strukturen und Texturen hervor und die warme Farbe...ich mag sie einfach.



Für einen Weißkopfseeadler hat es leider wieder nicht gereicht :)



Zum Abschluss noch einmal auf den Mond gehalten. Auch hier sind die umgerechnet 420 mm eigentlich zu wenig! Das hier ist schon ein 1/3- bis 1/4-Ausschnitt. Da müsste die Wundertüte 'ran.


Ja, das war meine erste Radtour dieses Jahr. War noch sehr kalt, die Fahrt war noch recht anstrengend, bzw. lahm, aber das gibt sich noch.

Danke und Grüße,
Gordon