Montag, 22. Juli 2013

Meine Makro-Saison hat begonnen

Hallo Freunde!

Meine Sommerpause ist vorbei und ich melde mich zurück mit meinen ersten Makroversuchen dieses Jahr.
Ich war schon ein paar Mal mit meinem 60er Makro für die Oly-mFT unterwegs, aber es ergab sich nichts wirklich tolles. Nun war ich heute mit D700, 105er Makro und 2xTK unterwegs und habe mich ein wenig warm geschossen. Es sind keine extremen Makros geworden, also kein 1:1, wohl eher so 1:4, aber für aus der Hand und ohne Alles bin ich schon ganz zufrieden. Ein wenig Kontext finde ich bei Insektenmakros auch immer ganz nett und um die geht es jetzt hier. Keine Angst, sind keine Mörderspinnen oder andere "ecklige" Tierchen ;)

Moderates Makro mit AF-S 105/2.8 und 2-fach Telekonverter

Ich war vor allem gespannt, ob das 105er Nikkor Makro mit dem neuem 2-fach Telekonverter anständig zusammenarbeit. Ich glaube, dass tut es! Nach dem meine Erfahrungen mit dem Teil am 70-200 (neue Version) schon sehr positiv waren und ich somit meine kritische Haltung gegenüber TKs > 1.5 abgelegt hatte, war dieser Test ohnehin überfällig.


Der AF-C stottert bei kurzen Entfernungen ein wenig, aber das macht er ohne TK beim Nikkor 105er ohnehin ganz gerne. Die Trefferquote, aus der Hand, kein Blitz, war erstaunlich gut.


Die Schärfentiefe ist, wenn man sich auch nur auf 1:1 nähert, sehr gering. Hier sind Systeme mit kleinerem Sensor klar im Vorteil.


Wenn man die Schärfeebene plan zum Motiv bringen kann, erhält man eine durchgehend scharfe Abbildung, nur nicht immer eine besonders spannende.


Wenn man mehrere Dinge gleichzeitig im Fokus haben will, muss man solange den Standpunkt und Winkel verändern, bis man die Motivteile in einer Ebene hat. Zudrehen der Blende hilft hier nur bedingt, da man meistens ohnehin bei f8 bis f16 ist und meistens geht nicht mehr und reicht trotzdem nicht aus.


Bei ganz kleinen Motiven, wie hier, muss man entweder sehr nah heran (fiel heute aus wegen, siehe oben) oder aber man nutzt die Auflösung des Sensors aus, schneidet also im Nachhinein den Bereich entsprechend aus. Hier wäre noch ein wenig mehr gegangen, aber man verkleinert so natürlich die mögliche Ausgabegröße, da einem schlicht die Pixel fehlen oder Bildfehler zu stark zum Tragen kommen.


Ich finde, manchmal muss man gar nicht extrem nah heran, damit ein Makro interessant ist. Manchmal tut es auch einfach ein Farbkontrast oder eine Struktur oder was auch sonst eine Rolle bei Fotos spielt.


Zum Abschluss noch mal ein Bild, was ich gestern mit einem alten AF-D 180er Tele gemacht habe. Damit kann man eigentlich keine Makros machen, da man aufgrund der Fokusnahgrenze nicht mal ansatzweise in den Bereich von 1:1 kommt. Aber entsprechend ausgeschnitten, gute Aufnahme vorausgesetzt, kann man damit zumindest nette Bilder von Kleingetier und Pflanzen machen.

Okay, das soll es erstmal für heute gewesen sein. Womit sich mein nächster Beitrag beschäftigt, weiß ich noch nicht genau. Es liegen noch sehr, sehr viele Bilder unbearbeitet und unbewertet auf meiner Festplatte und ich muss das erstmal alles aufarbeiten. Wobei es mir bei dem aktuellen Wetter ein wenig schwer fällt, da der Drang weitere Bilder zu machen eigentlich übermächtig ist ;)

Danke und viele Grüße,
Gordon